Image
Foto: ProMotor

ZDK und GVA

„Euro 7-Verordnung muss auch E-Fuels berücksichtigen“

Die EU-Kommission bereitet derzeit die nächste Stufe der Abgasnorm vor. Details dazu sollen in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Die Spitzenverbände ZDK und GVA fordern eine Option für den Einsatz synthetischer Kraftstoffe.

Der vorab in den Medien verbreitete Entwurf der Europäischen Kommission für eine Euro 7-Verordnung zur Emissionsminderung von Kraftfahrzeugen eröffnet auch die Option für neu zuzulassende Fahrzeuge, die ausschließlich mit CO2-neutralen Kraftstoffen betrieben werden können. Nach Ansicht der beiden Spitzenverbände ZDK (Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) und GVA (Gesamtverband Autoteile-Handel) sei dies ein weiterer wichtiger Anreiz, die gebotene Vielfalt bei den Antriebstechnologien aufrechtzuerhalten.

„Unsere verantwortlichen Politiker sind nun aufgefordert dafür zu sorgen, dass dieser Punkt in der finalen Euro 7-Verordnung verankert wird“, betonen ZDK-Präsident Jürgen Karpinski und GVA-Präsident Thomas Vollmar vor der für den 9. November vorgesehenen offiziellen Vorstellung des Verordnungsentwurfs durch die EU-Kommission.

Umweltfreundlicher Betrieb der Fahrzeuge mit synthetischen Kraftstoffen

Nicht nur die beiden Verbände gehen davon aus, dass sich auch über das Jahr 2035 hinaus weder die individuelle Mobilität noch der Liefer- und Schwerlastverkehr ohne Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb realisieren lässt. Mit klimaneutral hergestellten synthetischen Kraftstoffen könnten diese Fahrzeuge umweltfreundlich betrieben werden. „Zahlreiche Regionen unserer Erde bieten die Möglichkeit, auf Basis unerschöpflicher Wind- und Sonnenenergie große Mengen Wasserstoff und E-Fuels klimaneutral zu produzieren“, so die beiden Verbandspräsidenten. „Wir benötigen diese Technologien, um das Ziel der CO2-Minderung im Straßenverkehr möglichst schnell zu erreichen.

Bereits heute könnten die Bestandsfahrzeuge mit Kolbenmotoren dazu ihren Beitrag leisten. Die potenziellen Hersteller dieser Kraftstoffe brauchen jedoch planbare Rahmenbedingungen, um die wirtschaftliche Erzeugung dieser Produkte in großen Mengen angehen zu können“, so Jürgen Karpinski und Thomas Vollmar. 

Viele Menschen würden sich auch in der ferneren Zukunft mit ihren konventionell angetrieben Automobilen bewegen müssen, um das tägliche Leben und Arbeiten planbar zu gestalten. Auch für diese Menschen seien bezahlbare Angebote für klimaneutrale Mobilität unabdingbar. „Es darf keine Zwei-Klassen-Gesellschaft  entstehen, in der alle diejenigen Menschen abgehängt zu werden drohen, die aus den unterschiedlichsten Gründen keinen Zugang zur E-Mobilität bekommen“, betonen Jürgen Karpinski und Thomas Vollmar.

TIPP: Sie interessieren sich für Neuigkeiten, Trends und Entwicklungen in Kfz-Gewerbe und Teilehandel? Der amz.de-Newsletter informiert Sie zweimal wöchentlich. Jetzt gleich anmelden!

Image
Der Sportwagenhersteller Porsche und Siemens Energy errichten derzeit gemeinsam mit einer Reihe von internationalen Unternehmen in Chile die weltweit erste integrierte kommerzielle Anlage zur Herstellung von e-Fuel. Die Computer-Simulation zeigt schon die fertige Anlage. 

Alternativer Kraftstoff

ZDK setzt auf E-Fuels

Synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) können einen wichtigen Beitrag für die Energiewende leisten. Auch der ZDK macht sich für die CO2-neutrale Alternative zu herkömmlichen Energieträgern stark. Um das Thema zu fördern, ist der Verband jetzt der „eFuel Alliance“ beigetreten.

    • Organisationen und Verbände
Image
Der synthetische Kraftstoff soll nicht nur alte und neue Porsche 911er antreiben, sondern ist für alle Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor gedacht.

Studie

Autofahrer zeigen sich offen für E-Fuels

Womit soll das Auto der Zukunft angetrieben werden? Bei der aktuellen Diskussion um diese Frage dominiert die Elektromobilität. Dabei gibt es mit den synthetischen Kraftstoffen eine interessante klimaneutrale Alternative. Laut einer aktuellen Studie hätten viele Autofahrer durchaus Interesse daran.

    • Markt
Image

Synthetische Kraftstoffe

Studie: „Synfuels“ nur für schwere Lkw sinnvoll?

Synthetische Kraftstoffe gelten einigen Politikern und Kfz-Branchen-Experten als die bessere Alternative zur E-Mobilität. Eine aktuelle Studie der Deutschen Post sieht das anders.

    • Motor und Antrieb, Nutzfahrzeuge, Markt
Image

Teilegroßhandel

Kartell: Zulieferer müssen Strafe zahlen

Gleich mehrere namhafte Hersteller aus der Teilebranche haben von der EU-Kommission Millionenstrafen erhalten. Alle beschuldigten Anbieter gaben eine Beteiligung zu.

    • Teilegroßhandel, Markt