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05.11.2018

Erste Busse mit Reifenmanagementsystem sens.it HD unterwegs. Die Kieler Verkehrsgesellschaft setzt auf Sicherheit

Zahlreiche Lkws profitieren bereits von sens.it HD - nun hat die Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) als erster deutscher Kunde Busse mit dem Reifenmanagement mit automatisierter Reifendruck- und Temperaturüberwachung von der ALLIGATOR Ventilgruppe ausgestattet.

 - sens.it_HD Sensormontage
sens.it_HD Sensormontage
Foto: ALLIGATOR

Innerhalb von sieben Samstagen hat die KVG mit Unterstützung ihres Servicepartners Reifen Helm und einem Techniker von ALLIGATOR den kompletten Fuhrpark, bestehend aus 174 Fahrzeugen, mit Reifendrucksensoren bestückt. „Die Montage der Sensoren ließ sich problemlos durchführen“, berichtet Philipp Butkevicius, Kfz-Techniker-Meister der KVG.Die Sensoren senden die gemessenen Reifendruck- und Temperaturdaten regelmäßig an die Empfangseinheit, den Router.

Ebenfalls eine Prämiere: Die KVG hat sich für die Variante „Stationäre Reifendruck- und Temperaturüberwachung“ von sens.it HD entschieden. Das heißt, der Router wird im Gegensatz zur permanenten Reifendruck- und Temperaturüberwachung nicht am Fahrzeug selbst, sondern an einer zentralen Stelle auf dem Firmengelände installiert. Im Fall der KVG sind das die beiden Einfahrten zum Betriebshof am Haupt- und Nebenstandort.

Fährt ein Bus bei Schichtwechsel oder -ende durch die Einfahrt zum KVG-Betriebsgelände, empfängt der Router die aktuellen Reifendaten. „Die Möglichkeit, die Sensoren über einen fest installierten Router an der Ein- bzw. Ausfahrt des Geländes auslesen zu können, ist besonders attraktiv. Unsere Fahrzeuge sind jeden Tag auf dem Betriebshof und benötigen deshalb keine Fernübertragung“, erklärt Butkevicius.

Von dort aus gehen die Daten in die Cloud, wo sie der Fuhrparkmanager mittels Management-Plattform abrufen, überwachen und analysieren kann. Bei Über- oder Unterdruck erhält er zusätzlich eine Alarmmail und kann sofort handeln.

Neukäufe lässt die KVG künftig direkt vom Bushersteller mit sens.it HD ausstatten.

„Die Datenübermittlung der Sensoren läuft einwandfrei. Warnmeldungen kommen zuverlässig an. Und wir konnten bereits erste Reifenschäden sowie schleichende Luftverluste mit sens.it HD lokalisieren“, berichtet Butkevicius.

Sicherheits- und Umweltgedanken sowie Kostenreduktion durch länger funktionsfähige Reifen sind Gründe, aus welchen sich die KVG für die Ausstattung ihres Fuhrparks mit einem RDKS entschieden hat. Dabei setzt sie speziell auf das Reifenmanagementsystem sens.it HD, um unabhängig von jeglichen Reifenherstellern zu sein. „Nicht zuletzt die freien Schnittstellen, die einfache Sensormontage sowie eine zuverlässige Datenübermittlung standen und stehen im Vordergrund“, sagt Butkevicius.


sens.it HD ist mehr als ein RDKS für Nutzfahrzeuge

sens.it HD ist ein Reifenmanagementsystem mit automatisierter Reifendruck- und Temperaturüberwachung. Es vereint, was Fuhrpark- und Flottenmanager oder Busbetriebe brauchen: Ein cloudbasiertes Datenbanksystem stellt neben dem Fahrer auch Fuhrpark- und Werkstattleitern die aktuellen Reifendaten jederzeit und überall zur Verfügung. So ermöglicht sens.it HD proaktives Warten der Fahrzeugreifen.

Herzstück des Reifenmanagementsystems ist der Sensor. Dieser ist durch das patentierte Textilgurtsystem SAS („Sensor Attachment Strap“) werkzeuglos, sicher und in nur circa 20 Sekunden an nahezu jedes Lkw‑Rad montiert. Die notwendigen Einstellungen und Parameter inklusive Alarm- und Reporting-Funktionen erfolgen bequem vom Schreibtisch aus über die Reifenmanagementplattform.

Drei Varianten stehen zur Auswahl. Zum einen das stationäre Messsystem für depotgestützte Flotten. Hier wird die Empfangseinheit, auch „Router“ genannt, stationär auf dem Betriebshof des Flottenbetriebs installiert. Dies nennt ALLIGATOR die sogenannte „Gate“-Lösung. Beim Passieren des „Gates“ empfängt, verarbeitet und überträgt der Router die Reifendaten mittels Mobilfunknetz zum Host. Das Fahrzeug selbst wird nur mit Sensoren ausgerüstet. Diese Variante ist ideal für Kurzstreckenlogistik, Busfuhrparks und kommunale Fahrzeuge, die regelmäßig zu einem Standort zurückkehren.

Variante zwei, die proaktive Messung während der Fahrt, eignet sich vor allem für Langstreckenlogistik, Leasingfahrzeuge, hook-and-drop-Einsätze sowie für Zugmaschinen und Trailer mit unterschiedlichen Besitzern. Hier sitzt der Router am Fahrzeug selbst. Die Reifendaten werden während der Fahrt gemessen und regelmäßig an den Host übertragen. Zugmaschine und Auflieger werden als individuelle Fahrzeugeinheiten behandelt.

Die dritte Alternative ergänzt Variante zwei um ein Informationsdisplay im Cockpit der Zugmaschine. Dieses warnt zusätzlich den Fahrer im Falle eines schnellen Druckabfalls oder einer Überhitzung, auch wenn kein Mobilfunknetz verfügbar sein sollte. Es ermöglicht zudem die „Koppelung“ von ziehender und gezogener Fahrzeugeinheit.

Weitere Infos zu sens.it HD unter http://www.alligator-sensithd.de.