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Foto: Mercedes-Benz

Mercedes-Rückruf

Elektrotransportern droht Antriebsverlust

Für den eVito und eSprinter steht ein Softwareupdate für das Batteriemanagementsystem an. Rund 15.700 Exemplare müssen weltweit in die Vertragswerkstätten.

Die Mercedes-Benz AG hat eine Rückrufaktion für den eVito und eSprinter wegen eines möglichen Antriebsverlusts gestartet. Betroffen seien die Baureihe 447 aus dem Produktionszeitraum 10. Juli 2018 bis 14. Dezember 2021 und zwischen dem 20. November 2019 und 15. Dezember 2021 gebaute Exemplare der Baureihe 910, sagte ein Sprecher der Konzernsparte auf Anfrage.

Selbst wenn das Batteriemanagementsystem lediglich in einem der drei (eVito) bzw. vier (eSprinter) installierten Hochvoltspeicher ein nicht plausibles Verhalten erkennt, könnten trotzdem "die Schütze aller Batterien geöffnet werden", erläuterte der Sprecher. In der Folge könne es kurz nach dem Losfahren während der Fahrt zu einem unvermittelten Ausrollen kommen.

Das Fahrzeug bleibe jederzeit lenk- und bremsbar, betonte er. "Durch ein Aus- und wieder Einschalten der Zündung kann die Fahrbereitschaft wiederhergestellt werden", so der Sprecher. Er kündigte ein etwa einstündiges Softwareupdate für das Batterie-Gateway an. Dieses firmiert herstellerintern unter den Kürzeln "V2EBA47OFF" (BR447) und "V3EBA47OFF" (BR910).

Stückzahlangaben macht die Stuttgarter Pressestelle traditionell keine. Nach unseren Informationen ist der Rückruf weltweit für rund 15.700 Elektrotransporter eingeplant. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) weist bislang nur die Zahlen für den eSprinter aus. Von den etwa 8.000 rund um den Globus betroffenen Einheiten sind demnach 2.511 in Deutschland gemeldet. Hinzu kommen hierzulande etwa 3.000 eVito. (Niko Ganzer/ kfz-rueckrufe.de)

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