News 27.06.2016

Gutes Servicegeschäft auch mit E-Autos?

Steigende Zulassungen von E-Fahrzeugen werden bis zum Jahr 2030 kaum Auswirkungen auf den Service-Umsatz im Kfz-Gewerbe haben. Das ist das Ergebnis einer Studie des Zentralverbands Deutsches Kfz-Gewerbe (ZDK).

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Volkswagen

Dabei haben die Autoren Henrik Singler und Marcus Weller, beide Referenten in der ZDK-Abteilung Betriebs-/Volkswirtschaft und Fabrikate, verschiedene Szenarien durchgerechnet. So setzt sich die Bundesregierung in ihrem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität (NEPE) bis zum Jahr 2030 das Ziel, rund fünf Millionen Elektroautos auf die Straße zu bringen. Bei einem gesamten Pkw-Bestand von 44,4 Millionen Pkw (Stand 1. Januar 2015) würden die Wartungsumsätze in den Kfz-Betrieben laut der ZDK-Studie nur leicht von 26 Milliarden Euro auf 25,8 Milliarden Euro sinken. Das entspricht einem Rückgang von zirka einem Prozent.

Für das Ergebnis nennt die Studie mehrere Gründe: Einerseits fallen bei batteriebetriebenen Autos weniger Wartungsarbeiten an. Andererseits wird dieser Ausfall durch einen Mehraufwand bei den Hybridfahrzeugen kompensiert. Hinzu kommt, dass der prognostizierte Anteil an reinen Elektroautos kleiner ausfallen wird als der von Plug-In-Hybriden und Batteriefahrzeugen mit Range Extender.

Die Berechnungen basieren auf den Zielen des Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität (NEPE) für 2020 und 2030, dem Pkw-Bestand vom 1. Januar 2015 gemäß Kraftfahrtbundesamt (KBA), einer Bestandsprognose auf Basis der „Shell-Studie 2040“ sowie auf dem Wartungsaufwand dreier Autofabrikate bei einer 60 000-Kilometer-Inspektion. Wie sich der Wartungsumsatz der Werkstätten in den nächsten Jahren tatsächlich entwickeln wird, hängt laut der Studie von den Verkaufszahlen ab.

Staatliche Förderprogramme, der Ausbau der Ladeinfrastruktur, Batterie-Preise, die Akzeptanz der Kunden und nicht zuletzt die technologischen Entwicklungen weiterer Antriebsformen wie die Brennstoffzelle sind Faktoren, die darauf wesentlich Einfluss nehmen könnten. (jg)

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