Foto: DTM

Bremen Classic Motorshow 2020

DTM-Helden: das Duell!

Die Bremen Classic Motorshow 2020 bringt in der Halle 4 der Messe Bremen vom 31. Januar bis 2. Februar zwei klassische Helden der DTM zum Duell auf die Rennstrecke…

Wo lässt sich ein Duell automobiler Kontrahenten besser austragen als auf der Rennstrecke? Mercedes-Benz gegen BMW ist eine dieser klassischen Paarungen, deren Duelle in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) die Zuschauer begeistern und die Kontroversen ihrer Anhänger immer wieder neu entfachen. Zwei in der DTM dominierende Wagen waren die Evolutions-Modelle von Mercedes-Benz 190 E und BMW M3. „Für viele Motorsportbegeisterte sind das absolute Helden, die heute nur selten zu sehen sind. Auf der Bremen Classic Motorshow 2020, von Freitag bis Sonntag, 31. Januar bis 2. Februar, treffen die Originalrennwagen erneut aufeinander“, kündigt Frank Ruge, Projektleiter bei der Messe Bremen, an.

Überdimensionale Carrera-Bahn

Den passenden Rahmen für dieses Stelldichein der Rivalen zimmern gerade 17 der 150 Mitglieder des Vereins Kult-Blech-Szene. In einem ehemaligen Autohaus im Emsland hat sich die Gruppe eine vorübergehende Werkstatt eingerichtet. „Auf knapp 100 Quadratmetern wollen wir in Halle 4 eine überdimensionale Carrera-Bahn aufbauen, auf der die beiden Rennwagen platziert werden. Deshalb brauchen wir jetzt eine entsprechend große Fläche“, erzählt Bernd Ramler. Der stellvertretende Vereinsvorsitzende war bis Mitte der 1990er-Jahre erst bei Mercedes-Benz, dann bei AMG für die Antriebsentwicklung der Motorsportsparte verantwortlich. „Während die Serienmotoren nur auf 230 PS kamen, waren die Rennautos der Saisons 1992/93 mit 370 PS ausgestattet. Je nach Strecke und Hinterachse waren Geschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern möglich – beim Mercedes-Benz wie beim BMW“, so der Ingenieur.

Mit viel PS unter der Motorhaube wollen in diesem Jahr auch die Modelle der Handelsplattform Young Generation in Halle 6 überzeugen. Anders als die „Jungen Klassiker“ nebenan, die weitestgehend im Originalzustand und mit wenig Laufleistung angeboten werden, stehen dort zehn teils hoch motorisierte Wagen der 1980er- bis 1990er-Jahre zum Verkauf.

In der Gestaltung der Fläche werden die Messe-Veranstalter von einer Essener Leasinggesellschaft unterstützt. „Wir sehen das Potenzial dieses Formats. Einsteiger suchen heute etwa nach einem BMW M3, einem Audi RS2 oder einem Rallye-Golf“, weiß Marcus Keller, Leiter des Geschäftsbereichs Classic Cars. „Also nach Modellen, an deren Fensterscheiben sie sich als Kinder und Jugendliche die Nasen plattgedrückt haben.“

Eine Schwalbe in Vietnam

Auf die Geschwindigkeit kam es auch einem der Zweirad-Sonderschau-Leihgeber an, als er sich 2011 nach der Führerscheinprüfung auf die Suche nach einem Roller machte. „Das Privileg der Simson-Modelle, mit 60 Stundenkilometern Spitzengeschwindigkeit der Konkurrenz davonfahren zu können, gab den Ausschlag für den Kauf einer 1976er mattschwarzen Schwalbe“, erinnert sich Martin Klein. Etliche Pannen weckten den Schrauber-Ehrgeiz des damaligen Schülers, dessen YouTube-Tutorials heute Hilfe zur Selbsthilfe geben und mehrere Hunderttausend Klicks erzielen.

Mittlerweile schreiben ihm Fans aus der ganzen Welt, erzählt Klein, und so entstand die Idee, mit der Schwalbe bis nach Vietnam zu reisen. Sechs Monate war Klein dafür 2019 auf seiner KR 51/2 von 1986 unterwegs. „Erst in Georgien zerlegten wir die Schwalbe, um sie in Paketen auf zwei Sackkarren in der Transsibirischen Eisenbahn zu transportieren“, berichtet der ehemalige Geografie-Student. Mit den Mitgliedern des Simson-Clubs von Hanoi baute er den Roller wieder auf und später für den Rückflug ab. Seine „Vietnam-Schwalbe“ ist eines von mehr als 20 Exponaten, die 70 Jahre Motorrollerkultur in Deutschland in Halle 1 widerspiegeln.

Mehr Raritäten auf zwei Rädern gibt es im Foyer der Halle 1. Acht Rennräder umfasst die Sonderschau „Sammlerträume der 70er- und 80er-Jahre“. Die Exponate, darunter ein 1986er Cinelli vom Typ Laser oder das 1987/88er Titanrennrad von Passoni, stammen aus der Sammlung des Rad-Enthusiasten Wolfgang Hagemann. „Jedes der 300 Cinellis wurde in Handarbeit gefertigt und so gleicht kein Laser dem anderen“, erklärt Hagemann den Reiz der Designikone der 80er-Jahre und die Exklusivität der Ausstellung.

Die Bremen Classic Motorshow findet statt von Freitag bis Sonntag, 31. Januar bis 2. Februar 2020, in allen Hallen der Messe Bremen sowie in der mobilen Halle 8. Die Hallen sind von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 16 Euro.

Mehr Infos: www.classicmotorshow.de

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