Foto: Uber

Uber & Lyft

Die ökologische Sackgasse

Kürzlich ist der Fahrdienstvermittler Uber auch in Hamburg in den Markt eingestiegen. Mobilitätsdienste leisten angeblich einen Beitrag zum Klimaschutz, aber Erfahrungen aus den USA zeigen, dass sie die Situation auf den Straßen verschlechtern.

Das US-Unternehmen Uber ist so etwas wie das AirBnB der Mobilität: Es vermittelt Fahrdienste zwischen privaten Fahrern und privaten Kunden, die günstiger als mit dem Taxi von A nach B wollen. Das ökologische Argument: Wer mit Uber fährt, braucht kein eigenes Auto. Das nennt sich dann „Ridesourcing“ und damit gilt Uber seinen Fans als Vorreiter der „Sharing Economy“ – Dinge miteinander zu teilen sorgt dafür, dass nicht jeder alles selbst besitzen muss. Wie bei AirBnB funktioniert die Vermittlung recht einfach über eine App auf dem Smartphone. Auch die Abrechnung erfolgt über eine in der App hinterlegte Kreditkarte und die Kosten sind jederzeit transparent.

So weit, so gut. Aber wie bei AirBnB hat sich das Uber-System in den USA schnell zu einem Geschäftsmodell für eigenständige „Subunternehmer“ entwickelt, die mit privaten Taxifahrten mittels Uber oder dem Konkurrenten Lyft ihren maximal halblegalen Lebensunterhalt bestreiten. Manche fahren sogar in dafür eigens angemieteten Fahrzeugen herum. Sie alle umgehen damit die Personenbeförderungsgesetze und unterliegen keinen Registrierungspflichten wie professionelle Taxifahrer. Hier wird schon das Problem deutlich: Praktisch jeder kann sein eigenes Auto dazu nutzen, andere Menschen in der Gegend herum zu kutschieren und damit Geld zu verdienen. Wenn es sich rechnet, braucht er nicht einmal ein eigenes Auto dafür – er kann sich ja eines leihen. Damit befinden sich dann nicht etwa weniger Autos auf den Straßen, sondern mehr, denn die Kunden sind nicht überwiegend Menschen, die dafür ihr eigenes Auto stehen lassen, sondern solche, die von öffentlichen Verkehrsmitteln auf zwar etwas teurere, aber auch bequemere „Privattaxis“ umsteigen.

In den USA, wo Uber und Lyft schon länger am Markt sind, kann man besorgniserregende Entwicklungen feststellen. So stiegen etwa in San Francisco die im Stau verbrachten Zeiten zwischen 2010 und 2016 dramatisch an – um über 60 Prozent. Dabei ging die Hälfte der Stauzeiten auf Fahrten von Uber und Lyft. Gleichzeitig erhöhten sich in den Städten, in denen Uber und/oder Lyft aktiv sind, die gefahrenen Autokilometer um durchschnittlich 80 Prozent. Der öffentliche Nahverkehr verzeichnete gleichzeitig einen jährlichen Rückgang von durchschnittlich 1,5 Prozent.

In Deutschland muss Uber bislang noch die Personenbeförderungsgesetze beachten und wirbt vor allem damit, dass der Fahrpreis vorher festgelegt ist und sich auch bei Stau oder Verzögerung nicht verändert, dass Fahrer und Kunde einander vorher schon per übermitteltem Foto kennen und die Abrechnung bargeldlos über Kreditkarte oder PayPal (PayPal casino List für 2020 https://schweingehabt.expert/casinos/paypal) erfolgt. Hamburg ist nach Berlin, München, Frankfurt, Köln und Düsseldorf die sechste Stadt, in der es den Service gibt. Als Zugeständnis zu den etablierten Taxiunternehmen wird auch dort die Option „UberTaxi“ angeboten, die dann eine Fahrt zu einem regulären Taxiunternehmen vermittelt – zum regulären Tarif. Für das klimafreundliche Deckmäntelchen gibt es die Option „Uber Green“, die nur elektrische Fahrzeuge vermittelt. Wenn hinter einer Schlange von Uber Green-Taxis die anderen Autos im Stau stehen, hilft das dem Klima allerdings auch nicht.

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