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Eine der ersten C-Klasse-Limousine der Baureihe 202 – zu erkennen an den gelben Blinkern und fehlender Schwellerverkleidung .
Foto: Mercedes Benz Classic Archiv
Eine der ersten C-Klasse-Limousine der Baureihe 202 – zu erkennen an den gelben Blinkern und fehlender Schwellerverkleidung .

Tradition

Die erste C-Klasse wird zum Oldtimer

Die Baureihe 202 löste 1993 den 190er (W 201) ab und führte erstmals den Namen „C-Klasse“. Im kommenden Jahr dürfen die ersten Modelle das begehrte H-Kennzeichen tragen.

Im Straßenverkehr von heute fallen die noch immer weit verbreiteten Modelle der ersten C-Klasse von Mercedes-Benz nicht als Oldtimer auf – zu viele sind noch immer im täglichen Einsatz unterwegs. Den Klassikerstatus im Sinne des Gesetzes werden ihre ersten Exemplare 2023 dennoch erhalten. Ab Mai 1993 rollte die Baureihe 202 in Untertürkheim vom Band. Obwohl die damals neue Limousine kaum größer ist als der „Baby-Benz“ genannte Typ 190, schafften es Designer und Ingenieure, das Raumangebot im Inneren deutlich zu vergrößern und auch die passive wie aktive Sicherheit weiter zu steigern.

Neue Ausstattungen und Motoren

Ein C 220 der Baureihe 202 im seltenen Farbton „Rosenholz“ mit roter Innenausstattung. Der verbaute M111 hat 2,2 Liter Hubraum.
Ein C 220 der Baureihe 202 im seltenen Farbton „Rosenholz“ mit roter Innenausstattung. Der verbaute M111 hat 2,2 Liter Hubraum.
Ein C 220 der Baureihe 202 im seltenen Farbton „Rosenholz“ mit roter Innenausstattung. Der verbaute M111 hat 2,2 Liter Hubraum.

Zur Fahrzeugfamilie weiterentwickelt, bot man neben der Limousine (W 202) auch erstmals ab März 1996 ein T-Modell (S 202) der mittleren Baureihe an, welches ein Laderaumvolumen von bis zu 1.510 Litern bot. Dazu kamen die verschiedenen Design- und Ausstattungslinien Classic, Esprit, Elegance und Sport sowie ein erstmals gemeinsam mit AMG entwickeltes Ausstattungspaket mit Sportfahrwerk, Leichtmetallrädern und Designelementen.

Vielfalt herrschte  auch bei den Motorisierungen, die von Vier- und Sechszylindertypen bis zu V8-Motoren reichten. Dabei kamen zum Serienstart vor allem bekannte und bewährte Motoren zum Einsatz, darunter der Reihensechszylinder-Benziner M 104, sein kleinerer Bruder M 111 sowie die (Vorkammer)Dieselmotoren OM 601 und der OM 605.

Zum Facelift wurde der R6 durch den moderneren V6 des Typs M112 ersetzt, dessen großer Bruder M113 als V8 mit 255 kW (347 PS) im C 55 AMG den Höhepunkt der Motorisierung der Baureihe darstellt.  Zum Facelift feierten 1997 zudem die ersten Turbodieselmotoren mit Common-Rail-Direkteinspritzung im C 220 CDI ihre Premiere bei Mercedes-Benz. Sie boten Mehrleistung bei deutlich verminderten Verbräuchen und machten den Diesel erstmals „massentauglich“.

30 Jahre „Werkstuning“ durch AMG – C36

Mercedes-Benz C 36 AMG der Baureihe 202. Typisch für dieses Modell waren neue Schürzen, Felgen und die eckigen Auspuffrohrblenden.
Mercedes-Benz C 36 AMG der Baureihe 202. Typisch für dieses Modell waren neue Schürzen, Felgen und die eckigen Auspuffrohrblenden.
Mercedes-Benz C 36 AMG der Baureihe 202. Typisch für dieses Modell waren neue Schürzen, Felgen und die eckigen Auspuffrohrblenden.
Der C 36 AMG ist gegenüber der Serienlimousine um 25 mm tiefergelegt. Die Fünfspeichenräder waren Teil des AMG-Paketes.
Der C 36 AMG ist gegenüber der Serienlimousine um 25 mm tiefergelegt. Die Fünfspeichenräder waren Teil des AMG-Paketes.
Der C 36 AMG ist gegenüber der Serienlimousine um 25 mm tiefergelegt. Die Fünfspeichenräder waren Teil des AMG-Paketes.

Mit der Premiere des C36 AMG auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main vom 9. bis 19. September 1993 startete man mit dem „Werkstuning“ ebenfalls in eine neue Ära bei Mercedes-Benz. Denn die Hochleistungslimousine der Baureihe 202 entsteht als erstes gemeinsames Projekt von Mercedes-Benz mit dem 1967 gegründeten Ingenieurbüro AMG, welches bis dahin als separater Anbieter aufgetreten.

Im Zuge der engen Zusammenarbeit wuchs das Modellangebot von Mercedes-AMG, bis die Sportschmiede im Jahr 2005 zur hundertprozentigen Tochter der damaligen Daimler AG wurde. Der auf 3,6 Liter Hubraum aufgebohrte M 104 Reihensechszylinder im C36 leistete nach umfangreichen Maßnahmen 206 kW (280 PS) und wurde bis 1997 insgesamt 5.221 Mal gebaut. Entsprechend der Weiterentwickelung der Motoren innerhalb der Baureihe folgten der C43 (V8-Motor M113, 4,3 Liter Hubraum, 225 kW/306 PS) sowie der C 55 (M113, 5,4 Liter Hubraum, 255 kW/347 PS) bis zum Ende der Baureihe.

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