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Reifenreport 2020

Dicke Schluffen voll im Trend

TyreSystem veröffentlicht seinen Bevorratungsreport für die kommende Reifenwechselsaison. Die ausgewerteten Verkaufsstatistiken zeigen die Entwicklungen in der Reifenbranche auf.

Der Reifengroßhändler hat für seinen Report umfangreiches statistisches Material der letzten vier Jahre ausgewertet, so dass sich in den verschiedenen Bereichen die zu erwartenden Entwicklungen für das Jahr 2020 ablesen lassen.

Premium bevorzugt

Der Anteil der Reifen von Premium-Herstellern wie Bridgestone, Continental oder Goodyear ist nach einer Talsohle 2018 seit dem vergangenen Jahr wieder deutlich im Aufwärtstrend. 46,2 Prozent aller verkauften Reifen kamen 2019 aus diesem Segment. Der Zuwachs um 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr ging am deutlichsten zulasten der sogenannten Qualitätsreifen, also vieler Zweitmarken der Premiumanbieter wie etwa Barum, Kleber oder Vredestrein, aber auch Herstellern, die sich daneben auf dem Markt etablieren konnten, etwa Kumho, Nexen oder Yokohama. Annähernd unverändert bleibt der Anteil der Budget-Reifen mit knapp unter 10 Prozent – 2018 lagen sie noch knapp über dieser Marke. Auffällig ist aber auch, dass am anderen Ende der Skala das Segment der „Low-Budget“-Reifen seit 2016 kontinuierlich wächst. Zwar fiel 2019 der Zuwachs um 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr geringer aus als in den Vorjahren, aber die Sparte der Billigheimer mit ihrer schier unübersichtlichen Markenvielfalt hat sich mit 15,4 Prozent einen festen Marktanteil erobert.

Size matters

Interessant ist auch die Aufschlüsselung der Reifenverkäufe nach Zollgrößen. Die Reifen in 16 und 17 Zoll machten auch 2019 den größten Marktanteil aus, aber während die 16-Zöller auf noch hohem Niveau stagnieren (2018: 25, 8% / 2019: 25,1 %), legen die 17-Zöller langsam zu (2018: 18,4 % / 2019: 18,8 %) und die noch größeren Reifen sogar deutlich: Die 18-Zoll-Pneus legten auch 2019 wieder einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr zu (auf 12,9 %), die 19-Zöller kletterten noch stärker, wenn auch auf niedrigerem Niveau, nämlich um 1,4 Prozent auf insgesamt 8,1 Prozent Marktanteil. Bei diesen beiden Zollgrößen sind ebenso wie bei den 20-Zöllern kontinuierliche Zuwächse zu verzeichnen. Die ganz großen Schlappen kamen 2019 auf immerhin schon 4,1 Prozent Marktanteil.

Große Räder an den Kutschen sind also tres chic – am besten natürlich gepaart mit stylischen Felgen.

Wachsende Wechselmüdigkeit?

Der Trend zum Ganzjahresreifen hielt auch im vergangenen Jahr an. Bei den Pkw kletterte der Anteil um einen Prozentpunkt auf 19 Prozent, bei den vorwiegend gewerblich genutzten Transporterreifen sogar um 2,2 Punkte auf 25,4 Prozent. Bei den Offroadreifen, die im Gesamtmarkt eine eher kleine Rolle spielen, stieg der Wert deutlich von 25,4 auf 29 Prozent.

Umgekehrt kann man aber auch festhalten, dass der überwiegende Teil der Kundschaft immer noch lieber zu Saisonreifen greift, wobei sich im Bereich Pkw die 81 Prozent natürlich auf Sommer- und Winterreifen aufteilen. Nach Kunden gerechnet dürften demnach etwa zwei Drittel immer noch die Saisonreifen bevorzugen, während ein Drittel lieber das ganze Jahr über auf denselben Reifen herumfährt.

Trend Komplettrad

Insgesamt ist in der Branche der Trend zu beobachten, dem B2B-Kunden und damit letztlich auch dem Endkunden die Auswahl der richtigen Reifen und Felgen so leicht wie möglich zu machen. Dafür halten die Anbieter eigene Online-Tools vor, mit denen nicht nur Reifen und Felgen schnell bestellt, sondern auch komplett vorkonfiguriert werden können.

TyreSystem kann hier durchaus als beispielhaft gelten, bietet doch der hauseigene „Felgomat“ eine ideale Möglichkeit, das Auto des Kunden schon vorab mit den verschiedenen verfügbaren Felgen in Augenschein zu nehmen. Auf dem Smartphone wird eine zugehörige App installiert, mit der das Auto fotografiert und das Bild an den Online-Felgomat geschickt wird. Der stellt dann das fotografierte Auto mit den jeweils ausgewählten Felgen und Reifen in fotorealistischer Optik dar. Ist die Wahl getroffen, können die Kompletträder montagefertig bestellt werden, auch mit passenden RDKS-Ventilen. Der Service kostet zwar 12,50 Euro monatlich, aber das dürfte im Reifengeschäft der Wechselsaison leicht wieder einzuspielen sein.

Unter https://www.tyresystem.de/neuigkeiten/2020/bevorratungsreport-sommer-2020 können sich Interessierte die aktuelle Ausgabe des Reifenreports zur Sommerreifen-Saison kostenlos herunterladen.