Image
FastTrackAI_16-9.jpeg
Foto: DAT
Die Software FastTrackAI identifiziert die auf den Fotos gezeigten Teile und deren Beschädigungen. Automatisch werden die Kosten einer Reparatur auf Basis der DAT-Fahrzeugdatenbank ermittelt.

FastTrackAI

DAT setzt bei der Schadenanalyse auf Künstliche Intelligenz

Unfall- und Verschleißschäden anhand von Fotos automatisiert erkennen. Das soll eine neue Softare auf Basis der Künstlichen Intelligenz leisten, welche die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) jetzt auf den Markt bringt.

Die „DAT Italia“, die italienische Tochtergesellschaft der Deutschen Automobil Treuhand GmbH mit Sitz in Rom, ist der erste Standort weltweit, der die neue KI-basierte Softwaregeneration „FastTrackAI“ im Markt ausrollt. Das gab der Branchendienstleister jetzt in einer Pressemitteilung bekannt. „AI“ steht für Artificial Intelligence. Das neuronale Netzwerk mit dem Namen „DAT7XM“ bildet dabei den Kernbestandteil der Software für die computergestützte Bildanalyse.

Bei der fotografischen Erfassung des Fahrzeugs und dessen Beschädigungen wird der Anwender wird von der WebApp „FastTrackAI -mobile“ geführt. Die künstliche Intelligenz soll automatisch die relevanten Karosserieteile inklusive der Beschädigungen erkennen. Sobald diese Schäden identifiziert sind, führt FastTrackAI eine erste Kalkulation des Reparaturumfanges durch. Basis dafür ist die bekannte DAT-Fahrzeugdatenbank. Berücksichtigt werden alle Teile, Reparaturlogiken und Verbundarbeiten auf Basis aktueller und strukturierter Herstellerdaten, die markenübergreifend im DAT-System zur Verfügung stehen.

„Nur auf Basis von Herstellerdaten können verlässliche Reparaturkosten auch von einer KI-gestützten Kalkulation prognostiziert werden“, sagt Helmut Eifert, verantwortlicher Geschäftsführer der DAT. Die Verwendung von FastTrackAI sei sehr einfach und ermögliche eine erste Erfassung von Schäden in kurzer Zeit. Der Anwender erhält auf sein mobiles Endgerät per SMS einen Link zur Anwendung, in der er dann durch den Prozess geführt wird. Dazu gehört zuerst die Identifikation des Fahrzeugs, z. B. via Nummernschilderkennung oder Fahrgestellnummer. Anschließend werden die Bilder des Fahrzeugs mit den beschädigten Teilen aus verschiedenen Winkeln erstellt und in DAT7XM verwendet

Image
DAT_GF_HelmutEifert_2021.jpeg
Foto: DAT Helmut Eifert, verantwortlicher Geschäftsführer der DAT.

Die künstliche Intelligenz von FastTrackAI analysiert die Bild und kann dabei die Art der Schäden, deren Größe und Position erkennen. So können Schäden wie Kratzer, Dellen, Beulen oder beschädigte Teile derzeit an insgesamt mehr als 50 unterschiedlichen Fahrzeugaußenbereichen automatisch zugeordnet werden, heißt es weiter. Gleiches gelte für fehlende Teile wie Stoßstangen, Kotflügel, Felgen, Türgriffe oder Tankdeckel. Fahrzeuge, die über eine VIN oder den DAT-Fahrzeugstamm identifiziert wurden, könnten über die individuellen Ausstattungen noch weiter im Detail analysiert werden. Je nach Schweregrad der Beschädigung werden zusätzliche Reparaturpositionen in FastTrackAI dem Reparaturumfang hinzugefügt.

Das Produkt kann laut DAT passgenau für die jeweilige Zielgruppe unterschiedlich konfiguriert werden. Sachverständige, Fachleute in Kfz-Werkstätten oder Mitarbeiter einer Autovermietung bzw. Versicherung können die Software nutzen, um schnell eine erste Einschätzung eines Kfz-Schadens zu erhalten. „Dank der Verbindung modernsten KI-Methoden und unserer DAT-Expertise für Reparaturkalkulationen haben wir uns einen deutlichen Vorsprung gegenüber bestehenden Anbietern am Markt verschafft, die bei einer KI-gestützten Kalkulation die Kosten fast ausschließlich auf Basis historischer Daten ermitteln,“ betont Helmut Eifert.

Foto: Foto: Bosch

Elektronik + Digitalisierung

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

Das Auto wird schlau, prophezeit Bosch und stellt einen Autocomputer vor, der mit künstlicher Intelligenz brillieren soll.

Foto: © Yuasa Battery Europe Ltd

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Autobatterie-Analysegeräte der MDX-Serie von GS Yuasa

Die aktuelle Situation führt zu längeren Standzeiten der Autos und Lagerzeiten von Batterien. GS Yuasa bringt daher einen neuen Batterietester auf den Markt, um den Zustand von Batterien schnell und einfach zu testen.

Foto: ZF

Diagnose

ZF nutzt künstliche Intelligenz für's autonome Fahren

ZF will gemeinsam mit NVIDIA ein System entwickeln, das künstliche Intelligenz für die Mobilitätsbranche verfügbar macht. Das Auto soll während der Fahrt lernen und so sich selbst verbessern. Auch zwei Autohersteller haben Interesse.