Vielzu schön, um schon altertümlich zu sein: Gut gepflegte C-Klasse-Daimler könnten dank Diesel-Umrüstung noch eine Weile ganz umweltverträglich unterwegs sein.
Foto: Daimler AG

Diesel-Nachrüstung

Damit die Sterne wieder strahlen

Baumot will demnächst auch mehrere Daimler Benz-Dieselmodelle mit Nachrüst-Systemen Fahrverbotszonen-kompatibel machen.

Der Hersteller weist darauf hin, dass viele Autofahrer gar nicht wissen, dass sie in den Genuss der staatlichen Zuschüsse kommen könnten.

100km-Radius

So sehen die Richtlinien des Bundesverkehrsministeriums eine sehr kulante Regelung für Halter von Euro5-Diesel-Pkw vor. In den Genuss kommen unter anderem die Pkw-Halter aus einer der 15 Intensivstädte und den jeweils angrenzenden Landkreisen. Zu den Städten zählen in der ersten Phase unter anderem Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Heilbronn, Kiel, Köln, Stuttgart und München, Bochum, Darmstadt, sowie Reutlingen. Auch Halter, die in einem direkt angrenzenden Landkreis wohnen sowie Pendler innerhalb eines 100km-Radius zur betroffenen Intensivstadt werden aktiv gefördert. Damit ergeben sich großzügige Förderungsregionen.

VW und Daimler machen Tempo

Nach anfänglicher Zurückhaltung gegenüber der Hardwarenachrüstung sind es nun Volkswagen und Daimler, die die Markteinführung deutlich beschleunigen und das Konzept der Bundesregierung für saubere Luft und die Sicherung der individuellen Mobilität in den deutschen Städten sehr offensiv umsetzen. Für Halter von Euro5-Fahrzeugen bedeutet das einen hohen Grad an Sicherheit: Dank Hardwarenachrüstung drohen keine Einschränkungen bei der Individualmobilität, da die nachgerüsteten Fahrzeuge von drohenden Fahrverboten nicht betroffen sind. Zudem sichert der Pkw-Halter den Werterhalt seines Fahrzeugs, da der Wiederverkaufswert nicht unter eine Nutzungseinschränkung durch Fahrverbote leidet.

Stefan Beinkämpen, Vorstandsmitglied der Baumot Group AG, präzisiert: „Die Förderrichtlinien von VW und Daimler sind sehr gute Nachrichten für Halter von Diesel-Pkw. Unabhängig von Fahrverboten können nun die Fahrzeuge mit bis zu 3.000 Euro Bezuschussung nachgerüstet werden. Jeder Halter sollte nun auf den Konzernseiten prüfen, ob die Hardwarenachrüstung für sein Fahrzeug durch VW oder Daimler gefördert wird. Zudem sollten sie sich für die Nachrüstung auf dieselnachruestung.eu registrieren, um frühzeitig über das geeignete System wie auch die geeignete Fachwerkstatt von uns informiert zu werden. Das Interesse ist bereits riesig. Wir haben rund 12.000 Registrierungen erhalten, davon decken wir bereits einen Großteil mit der ABE für Fahrzeuge des VW-Konzerns ab.“

Wer E sagt, darf auch A, B und C sagen

Nach Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) für zahlreiche Fahrzeuge des VW-Konzerns strebt Baumot nun zeitnah auch die Genehmigung des Kraftfahrtbundesamts (KBA) für eine ganze Reihe von Euro5-Diesel-Pkw des Daimler-Konzerns an. Bereits ab den kommenden zwei Wochen wird eine mit dem BNOx-System nachgerüstete Mercedes E-Klasse die notwendigen Tests durchlaufen. Auf der Grundlage positiver Prüfergebnisse kann Baumot dann eine weitere ABE beim KBA für diverse Mercedes-Fahrzeugtypen beantragen. Zur Prüffamilie der Mercedes E-Klasse zählen unter anderem die Mercedes C-Klasse und der Mercedes GLK, aber auch die Mercedes A-Klasse und die Mercedes B-Klasse.