NOx Werte 13.05.2019

Baumot will noch dieses Jahr erste Nachrüstsätze ausliefern

Der Abgasspezialist Baumot hatte sich schon früh mit dem Thema Nachrüstbarkeit beschäftigt. Auf dem Investorentreffen in München wurde nun bekannt gegeben, dass man noch dieses Jahr die ersten Umrüstsätze ausliefern werde.

 - Schwarz rein, grün raus. Ein zusätzlicher Ammoniak-Genertor soll helfen, Stickoxidemmissionen drastisch zu reduzieren.
Schwarz rein, grün raus. Ein zusätzlicher Ammoniak-Genertor soll helfen, Stickoxidemmissionen drastisch zu reduzieren.
Baumot Group

Nachdem die technischen Anforderungen für Hardware-Nachrüstsysteme vom Bundesverkehrsministerium zum Jahresbeginn 2019 festgelegt wurden, applizierte das Unternehmen das BNOx System auf ausgewählte Fahrzeuge der gängigsten Volumenmodelle von Volkswagen und Daimler für die Zulassung beim Kraftfahrtbundesamt. Rund 1500€ werden die Nachrüstsätze kosten, die Montagekosten schätzt der Hersteller auf etwa 300€. Zeitgleich treibt die Baumot Group den Ausbau der strategischen Partnerschaften voran, um nach Erteilung der Allgemeinen Betriebserlaubnis durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA) unverzüglich mit der Auslieferung der Umbausätze beginnen zu können.

Stefan Beinkämpen, Vorstandsmitglied der Baumot Group AG und verantwortlich für die Umsetzung der Pkw-Nachrüstung, kommentiert: „Das Interesse der Investoren am Thema Abgasnachbehandlung und insbesondere an der Nachrüstung von Diesel-Pkw in Deutschland ist sehr groß. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Hardware-Nachrüstung stehen nun seit Jahresbeginn fest und wir verfügen mit dem BNOx-System über die technologisch führende Lösung zur Reduktion von Stickoxiden. Wir bieten damit Fahrzeughaltern die Möglichkeit ihre individuelle Mobilität zu wahren und die Abgassysteme der Fahrzeuge auf den technisch neuesten Stand zu bringen. Damit wiederum lassen sich Fahrverbote vermeiden und der Wert der Fahrzeuge erhalten.“

Das System basiert auf einer separaten Harnstoffeinspritzung. Hierfür wird ein kleiner Teil des Abgases als Nebenstrom abgezapft und durch den Ammoniak-Generator geleitet. Hier wird der Harnstoff eingespritzt, der auf Grund der Temperatur dann zu Ammoniak zerfällt und so wieder dem Hauptstrom des Abgases zugeleitet wird. Der serienmäßige SCR Katalysator kann so seine volle Leistungsfähigkeit entfalten, die Stickoxidwerte werden laut Hersteller um mehr als 90% reduziert. Durch eine zusätzliche elektrische Heizung funktioniert das System auch direkt nach dem Kaltstart, während der SCR-Kat zunächst eine Betriebstemperatur von 180-200 Grad erreichen muss - bei effizienten Dieselmotoren wird dies im Stadtverkehr meist kaum erreicht.