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Foto: amz-Screenshot
Andreas Bawart (links), kaufmännischer Geschäftsführer der Banner GmbH, und Franz Märzinger (Leiter Vertrieb & Marketing) gewährten anlässlich einer Web-Konferenz Einblick in aktuelle Zahlen und die Strategie von Banner Batterien.

Bilanz 2020

Banner: Aufbruchsstimmung in Linz

Der Spezialist für Starterbatterien freut sich über ein kleines Plus im Krisenjahr. In der Agenda 2030 justieren die Österreicher dennoch einige Zielkoordinaten neu.

Im vergangenen Geschäftsjahr setzte die Banner GmbH mit 4,1 Mio. Starterbatterien rund 270 Millionen Euro um und kann ein leichtes Plus gegenüber dem Jahr 2019 vorweisen. Auf einer Online-Pressekonferenz am Dienstag schlüsselten die Oberösterreicher diese Zahlen weiter auf: 2020 lieferten der Batterie-Spezialist 25 Prozent der Akkumulatoren auf Blei-Säure-Basis an die Automobilindustrie (Erstausrüstung) und 64 Prozent in den Ersatzteilmarkt.

Rund zehn Prozent machte 2020 der Geschäftsbereich Traktion, Industrie und Stromspeicher aus. Der Exportanteil betrug den Angaben zufolge 95 Prozent. Der kaufmännischer Geschäftsführer Andreas Bawart und Franz Märzinger (Leiter Vertrieb & Marketing) sprachen bei der Webkonferenz von einer neu ausgerichteten Strategie: Mit der Agenda 2030 schreibt sich Banner sowohl Diversifizierung als auch neue Märkte auf die Fahnen. So wurde im vergangenen Jahr mit der spanischen Dependance eine 14. europäische Vertriebsorganisation gegründet. Zudem hat Banner Batterien zehn Millionen Euro in einen neuen Standort in Thalheim bei Wels investiert, um das Geschäftsfeld Traktion, Industrie und Stromspeicher mit derzeit 25 Mitarbeitern zu verlagern und auszubauen.

Großauftrag aus Amerika

In der Agenda 2030 geht es überdies um Aktivitäten auf neuen Märkte bzw. einer Intensivierung in bekannten Segmenten: Ein wichtiger Schritt war den Angaben zufolge ein Großauftrag über 1,5 Millionen Starterbatterien aus den USA. Zudem sei geplant, den Anteil im Nfz-Segment auszubauen sowie die Start-Stopp-Technologie weiterzuentwickeln. Insbesondere von hochwertigen Akkumulatoren auf Basis der AGM- oder EFB-Technologie versprechen sich die Österreicher wichtige Impulse für das künftige Ersatzteilgeschäft, hieß es.

Das vergangene Jahr habe gezeigt: "Die Blei- Säure-Batterie ist krisensicher", wie Vertriebs- und Marketingchef Franz Märzinger erklärte. Auch in der Pandemie lief das Geschäft weiter – schließlich sei die Batterie "das Kernstück des Automobils". "Ohne eine funktionierende Batterie gibt es keine Mobilität", stellte er klar. Das Potenzial ist bedeutend und im Wachstum: So verfügt Europa über ca. 300 Millionen Fahrzeuge, weltweit seien 1,3 Mrd. Fahrzeuge gemeldet – die meisten davon mit Verbrenner-Aggregat. "Jedes Fahrzeug hat mindestens eine Starterbatterie an Bord." Denn, was häufig vergessen werde: Auch E-Autos haben laut Banner eine Blei-Säure-Batterie an Bord. Zwar sei die entsprechende 12-Volt-Batterie im E-Auto nur für das Bordnetz zuständig und etwa halb so groß wie der Vetter im Verbrenner. Eine Folge laut Banner: Das Umsatzvolumen nimmt ab.

Dennoch sei Banner laut Andreas Bawart gerüstet für die Zukunft der Mobilität: Man entwickle die Blei-Säure-Starterbatterie für die Anwendung im Elektroauto weiter. In die Lithium-Ionen-technologie, die im E-Auto für den Antrieb zuständig ist, will Banner nicht investieren. Als mittelständisches Unternehmen habe man "keine Chance" bei Entwicklung und Produktion der Akkutechnologie für die Erstausrüstung. Den Ersatzteilmarkt für diese Technologie will Banner aber im Auge behalten und sich gegebenenfalls positionieren, erklärte der Manager.

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