Foto: Daimler

Recht und Finanzen

Auto-Verkäufer zahlt Transportkosten

Wer ein gebrauchtes Auto verkauft, muss damit rechnen, dass Kosten auf ihn zukommen, sollte der Wagen einen Schaden haben.

Eine Frau aus Schleswig-Holstein hat in Berlin einen gebrauchten Smart gekauft. Kurz nach dem Kauf tritt laut ihrer Aussage ein Motorschaden auf, den der Verkäufer beheben soll. Dazu muss das Auto allerdings zurück nach Berlin und die Käuferin verlangt vom Verkäufer dafür einen Transportkostenvorschuss von 280 Euro. Darauf antwortet der Verkäufer nicht mehr und die Käuferin entscheidet sich nach Ablaufen einer von ihr gesetzten Frist dazu, das Auto in Kassel reparieren zu lassen. Die Frau klagte bis zum Bundesgerichtshof auf eine Erstattung ihrer Aufwendungen für die Reparatur in Höhe von über 2.000 Euro. Der gibt ihr nun teilweise recht.

Die Richter entschieden soweit zugunsten der Klägerin, als das der Verkäufer des Smart den Transportkostenvorschuss hätte zahlen müssen. Daher sei die Klage auf Schadensersatz, mit der die Frau in den ersten beiden Instanzen gescheitert ist, zulässig. Ob aber tatsächlich eine Schlechtleistung (der Motorschaden) erbracht wurde, muss nun die Vorinstanz – das Amtsgericht Berlin – endgültig klären. Fest steht: Tritt kurz nach dem Kauf ein Schaden am Auto auf, können Kunden vom Verkäufer verlangen, dass dieser die Transportkosten in die Werkstatt erst einmal selbst trägt. (spx)

Foto: BDBe

Recht und Finanzen

Geld zurück bei Mehrverbrauch

Der Verbrauch eines Neuwagens darf nicht zu stark von den Herstellerversprechen abweichen. Nach einem Urteil des Landgerichts Düsseldorf kann der Käufer ansonsten das Fahrzeug zurückgeben – und die Erstattung der höheren Tankkosten fordern.

Foto: VRD - Fotolia.com

Gebrauchtwagenhandel

Fahrzeuginserat: Angaben überprüfen

Auch bei offensichtlichen Fehlern gilt: Falschangaben können Gebrauchtwagenhändler teuer kommen, wie ein Urteil zeigt – auch bei Schludrigkeit.

Foto: Richard Linzing

Gebrauchtwagen

Lange Standzeit kein Sachmangel

Wird ein Auto als Neu- oder Jahreswagen verkauft, darf es nicht älter als zwölf Monate sein. Bei einem Gebrauchtwagen muss der Käufer jedoch unter Umständen eine lange Standzeit vor der Erstzulassung akzeptieren, wie der Bundesgerichtshof entschieden hat.

Foto: Volkswagen

Fahrzeughersteller

Ein Jahr Diesel-Skandal: Wie geht es VW?

Für den Volkswagen-Konzern und den Dieselmotor waren die vergangenen zwölf Monate eine permanente Krise. Und auch der ein oder andere VW-Fahrer dürfte Grund zum Ärgern gehabt haben. Erleichterung ist in keinem der drei Fälle in Sicht.