Foto: amz - Ingo Jagels

Autogipfel

Arnd Franz fordert offenen Datenaustausch

Unter dem Titel "Datenraum Mobilität" findet am 17. November in Berlin der nächste Autogipfel statt. Bundeskanzlerin Merkel will die Autohersteller dazu bewegen, sich an einer gemeinsamen Datenplattform zu beteiligen. LKQ Europe-Chef Arnd Franz fordert im Vorfeld faire Wettbewerbschancen für die Kfz-Servicebranche.

"Nur durch den effektiven Zugang zu fahrzeuggenerierten Daten werden das Wettbewerbs- und Innovationspotenzial im freien Reparaturmarkt sowie die Wahlfreiheit der Verbraucher gewährleistet", unterstreicht Arnd Franz, CEO des Ersatzteil-Großhändlers LKQ Europe. "Durch die zunehmende Digitalisierung im Automobilsektor muss die gesamte Wertschöpfungskette das Recht und die Möglichkeit haben, innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln und gleichberechtigt mit den Fahrzeugherstellern anzubieten. Nur so hat der Autofahrer weiter die freie Wahl bei Reparatur und Service", bringt Franz seine Forderung weiter auf den Punkt.

Datenqualität und Zugang zu Fahrzeugfunktionen würden die Qualität im Service bestimmen. Digitale Anwendungsfälle seien beispielsweise die nachhaltige Reparatur, digitale Inspektionen oder vorausschauende Warnungen zur Vermeidung von Pannen. Selbst im Pannenfall schützte der freie Datenaustausch den Autofahrer. Standortbestimmung und Ferndiagnose würden zudem die Chance zur schnellen Hilfe mit dem richtigen Ersatzteil beiten.

Unabhängiger Echtzeitzugriff

"Voraussetzung für einen optimalen Service sind – neben der bidirektionalen Kommunikation mit dem Fahrzeug und dessen Funktionen – ein unabhängiger und direkter Echtzeitzugriff auf die im Fahrzeug generierten Daten", erklärt Franz. Dieser dürfen keinesfalls von einzelnen Akteuren wie den Fahrzeugherstellern als Wettbewerber überwacht werden.

Der LKQ Europa-Chef: "Die Vernetzung mit fahrzeuggenerierten Daten wird in der Zukunft zu einer Vielzahl von heute noch nicht existierenden Anwendungen führen, die Mobilität für Bürger in ganz Europa noch komfortabler, sicherer und umweltfreundlicher machen werden."

Der durch die EU-Gesetzgebung gesicherte Zugang zu Reparatur- und Wartungsinformationen für die OBD II-Schnittstelle (On-Board-Diagnose) müsse laut LKQ vielmehr auf alle weiteren Kommunikationskanäle mit dem Fahrzeug ausgeweitet und weiter ergänzt werden. "Datensicherheit und ein verantwortungsvoller Umgang mit diesen Daten sind zwingende Vo-raussetzungen", betont LKQ-Europe-Chef Arnd Franz.

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Foto: Daimler

Datenraum Mobilität

Verbände fordern verbindlich geregelten Datenzugang

In einem gemeinsamen Statement bewertet eine Allianz von Verbänden und Organisationen die Schaffung eines nationalen Datenraums Mobilität grundsätzlich positiv. Allerdings brauche es klare gesetzliche Regelungen für die Nutzung der Daten.

Foto: GVA

GVA

GVA fordert zum zügigen Handeln auf

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) vermisst weiterhin einen klaren Fahrplan der EU-Kommission für faire Wettbewerbsbedingungen im Markt für digitale Produkte und Dienstleistungen rund um das Auto. Laut GVA-Präsident Hartmut Röhl sei es jetzt an der Zeit zu handeln.

Foto: Parrot

GVA

GVA fordert Zugang zu Fahrzeugdaten

Der Gesamtverband Autoteile-Handel e.V. (GVA) weist auf die dringende Notwendigkeit hin, einen rechtlichen Rahmen für die Fahrzeugvernetzung zu schaffen. Ein fairer Zugang zum Kunden und zum Fahrzeug sei die Grundlage für jegliches Geschäft im Kfz-Ersatzteil- und Servicemarkt.

Foto: dpp-AutoReporter

GVA

GVA: Ohne Datenzugang kein Wettbewerb

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) e.V. weist auf eklatante Gefahren für den Wettbewerb im Kfz-Ersatzteil- und Servicemarkt in Folge der zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge hin. Nach Planungen der Fahrzeughersteller sollen unabhängige Marktteilnehmer keinen direkten Zugang zu den Fahrzeugdaten erhalten.