Foto: amz - Pinnow-Locnikar

Werkstattporträt

Alles in einer Hand

Wenn eine Werkstatt auf über 6.000 Neukunden allein durch die Empfehlung bisheriger Kunden verweisen kann, muss da etwas Besonderes dran sein.

Und das ist es: Die Werkstatt von Evangelos Manakos in Düsseldorf hat sich ihren guten Ruf mit einem zuverlässigen und wertigen Komplettservice erarbeitet: Es gibt nichts, was man nicht bei Manakos machen lassen kann. Der Kunde kann sein Auto vertrauensvoll in die Hände von Werkstattleiter Christian Engler geben und bekommt für die Dauer der Arbeiten auch auf Wunsch einen Ersatzwagen.

Angefangen hat Manakos 1985 mit einem Ein-Mann-Betrieb, aber seine kundenorientierte Einstellung führte schnell dazu, dass er den Aufträgen allein kaum noch gewachsen war. „Nach zehn Jahren waren es schon 1.700 Kunden“, erinnert er sich. Auch die alte Werkstatt wurde zu klein. So zog Manakos 1995 in eine größere Werkstatt mit einem üppigen Außengelände um, um seine Vision von einem nahtlosen Komplettservice umsetzen zu können.

Von TÜV bis Tuning

Das Leistungsspektrum der Werkstatt ist entsprechend beeindruckend. So kann der Meisterbetrieb neben den „Standards“ des Tagesgeschäfts in Sachen Wartung, Fehlerdiagnose, Reparatur, TüV- und Reifenservice auch Glasschäden beheben und verfügt über eine eigene Karosserie- und Lackierabteilung mitsamt professioneller Lackierkabine. Selbst eingeschleppt werden Fahrzeuge allerdings nicht: „Das habe ich früher mal gemacht, aber das ist im Grunde ein Minusgeschäft. Ich muss dafür einen Mitarbeiter abstellen und der fehlt mir dann hier im Betrieb. Wir überlassen das lieber dem ADAC oder darauf spezialisierten Unternehmen.“

Neben all den Services, die auf eine Wiederherstellung der optimalen Betriebstauglichkeit zielen, hat Manakos auch noch das gewisse Etwas für Fahrzeuge mit dem Stern auf der Haube: Als offizieller Partner von MKB Tuning kann Manakos jedem Benz noch ein wenig die Sporen geben.

Lückenlose Transparenz

Mittlerweile arbeiten neun Angestellte für Manakos in der weitläufigen Betriebsstätte. Alles wirkt sehr aufgeräumt und strukturiert, von der Reparaturannahme bis zu den einzelnen Stationen des Betriebs. Besonders wichtig ist dem Firmengründer die lückenlose Transparenz gegenüber dem Kunden: Die Fahrzeugannahme hat schon fast etwas von der Patienten-Anamnese eines Facharztes; alle Befunde werden fotografisch dokumentiert und in einer Kundendatei erfasst, so dass der Kunde alle festgestellten Schäden oder Mängel selbst begutachten kann, ohne dafür unter sein Auto krabbeln zu müssen – und er kann und soll über jede Reparatur vorab entscheiden. Manakos setzt dabei ausschließlich auf Ersatzteile in Markenqualität. „Wir bauen auch grundsätzlich keine mitgebrachten Ersatzteile ein“, ergänzt der erfahrene Kfz-Meister. „Dabei geht es nicht nur um die Frage der Gewährleistung, denn der Kunde könnte ja auch ein Originalersatzteil anbringen, sondern darum, dass wir als Betrieb auch davon leben, dass wir die Teile selbst besorgen. Wenn wir diesen Grundsatz aufweichen, führt das auch in eine Ungleichbehandlung der Kunden. Das wollen wir nicht.“ Abgesehen davon, erzählt Evangelos Manakos, habe er im Lauf der Jahre schon den einen oder anderen Kfz-Betrieb, der das anders hielt, pleitegehen sehen.

Grundsätzlich Markenqualität

Bei Manakos kann sich der Kunde jedenfalls sicher sein, stets Markenqualität zu bekommen und dafür auch keine Verzögerungen in Kauf nehmen zu müssen. Bei der Teilebeschaffung greift der Betrieb auf gleich mehrere Teilekataloge zurück. Außerdem lagert der Betrieb für seine Kunden Sommer- und Winter-Rädersätze ein, damit sie zur Wechselsaison schnell ihre Fahrzeuge umrüsten lassen können.

Bei seinen Entscheidungen wird der Kunde nicht allein gelassen, sondern mit allen relevanten Informationen versorgt. Bei Kaskoschäden rechnet Manakos bei Bedarf auch direkt mit dem Versicherer ab oder hilft dem Kunden bei der bürokratischen Detailarbeit.

Kundenbetreuung wird groß geschrieben

Das Zentrum des Betriebs ist natürlich das Büro, in dem sich neben Werkstattleiter Christian Engler der Chef Evangelos Manakos persönlich und seine Lebensgefährtin Kerstin Hofbauer um die Anliegen der Kundschaft kümmern. Engler ist wie Manakos selbst gelernter Kfz-Meister, aber, ergänzt Manakos, „er ist noch besonders auf Fahrzeugdiagnose spezialisiert und versteht sich auch sehr gut auf den Umgang mit den Kunden. Ein wirklich sehr guter Mann.“

Für die Fahrzeugdiagnose setzt Manakos einen stets aktuellen DFT-Tester ein, um Zugriff auf aktuelle Fahrzeugdaten und Testprotokolle zu haben. „Wir können dadurch immer ein wenig mehr in der Diagnose, als wenn wir das nicht hätten“, erklärt Evangelos Manakos. „Das kostet uns zwar eine Stange Geld, aber im Grunde ist das unverzichtbar. Der Trend geht da hin.“

Grundsätzlich stimmt also das Leistungsangebot bei Manakos, aber reicht das schon, um dermaßen viele Kundinnen und Kunden über Weiterempfehlungen zu bekommen? „Wir sind natürlich auch nach außen präsent“, erklärt Evangelos Manakos, „zum Beispiel mit Flyern, die wir unseren Kunden mitgeben.“ Aber das wahre Geheimnis, mit dem sich Manakos vielleicht auch von anderen Werkstätten abhebt, die ebenfalls guten Service und verlässliche Qualität bieten, liegt in der freundschaftlichen Kundenbetreuung, für die vor allem Kerstin Hofbauer ‚ein Händchen‘ hat. „Kerstin ist schon seit 1990 mit dabei“, erzählt Evangelos Manakos, „und sie kann wirklich sehr gut mit den Kunden.“ Und mit einem verschmitzten Lächeln fügt er an: „Ursprünglich wollte sie mal Kfz-Mechanik lernen, aber das habe ich geblockt.“ Aber von der Materie hat Kerstin Hofbauer trotzdem Ahnung: „Sie kann das alles durchkalkulieren und weiß, wovon sie spricht mit den Kunden, und das ist ja nicht selbstverständlich“, sagt Manakos nicht ohne Stolz. Stolz ist er auch auf den eigenen Webserver und die umfangreiche EDV, denn die hat sein Sohn eingerichtet, der das studiert hat. „Wir haben eine sehr umfangreiche EDV, mehr als manch große Markenwerkstatt, was wir uns auch leisten können, weil mein Sohn das direkt betreut.“ Auf dem eigenen Server ist auch die informative und ansprechende Webseite von Manakos gehostet. „Ich unterschätze das im Moment sicher noch“, gesteht Evangelos Manakos, „aber auch über das Internet und gute Bewertungen kommen inzwischen vermehrt neue Kunden.“

Auf E-Mobilität vorbereitet

Für die Zukunft sieht sich der moderne Kfz-Betrieb gut gerüstet: „Christian Engler und weitere vier Mitarbeiter haben schon Hochvoltschulungen gemacht und können an Elektrofahrzeugen arbeiten“, verrät Manakos. „Wir haben auch schon alles da für einen Hochvoltarbeitsplatz für E-Fahrzeuge.“ Persönlich glaubt Manakos allerdings nicht daran, dass sich reine Elektrofahrzeuge im Individualverkehr durchsetzen werden, zumindest nicht als alleinige Lösung: „Stellen Sie sich das mal vor: Osterferien und alle wollen verreisen, Millionen von Elektroautos. Wie soll das gehen?“ Er findet es auch nicht richtig, dass den Autobesitzern ihre Verbrenner madig gemacht werden: „Wir haben schon tolle Autos hier in Deutschland. Da haben die Autofahrer viel Geld für ausgegeben, und dann sollen sie die nicht fahren dürfen? Dass das Dreckschleudern seien, wird ihnen eingeredet. Aber wir haben andere Probleme, Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe zum Beispiel, da traut sich die Politik aber offenbar nicht ran.“ Der Brennstoffzelle traut Manakos eine wachsende Bedeutung für die Mobilität zu. „Da wird es Lösungen geben“, glaubt er, „aber das wird noch eine ganze Weile dauern.“