ZF kauft Fahrerhauslager-Geschäft von ThyssenKrupp
Zulieferer ZF hat einen Kaufvertrag mit ThyssenKrupp Automotive über den Geschäftsbereich Fahrerhauslagerung unterzeichnet. Diese Unternehmenssparte macht am Standort Werdohl in Nordrhein-Westfalen mit derzeit 41 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 15 Mio. Euro. Der wirtschaftliche Übergang der Geschäftseinheit ist fürs erste Quartal 2012 vorgesehen. Der neu erworbene Produktbereich soll bis Ende 2012 an den ZF Standort Dielingen in Nordrhein-Westfalen verlegt werden. Allen Mitarbeitern in Werdohl wird ein Arbeitsplatz in Dielingen angeboten.
Um den nötigen finanziellen Spielraum für Wachstumsinvestitionen zu erhalten, hatte ThyssenKrupp im Rahmen der strategischen Weiterentwicklung auch ein umfassendes Desinvestitionsprogramm beschlossen. Das Unternehmen trennt sich dabei von den Geschäften, für die alternative strategische Optionen tragfähiger sind, hieß es in einer Pressemitteilung.
Perfekte Ergänzung
Der Geschäftsbereich Fahrerhauslagerung ergänzt laut ZF die eigene Produktpalette der Nutzfahrzeugtechnik und wird in das bestehende Geschäftsfeld Nutzfahrzeug-Fahrwerkmodule eingegliedert.
Das ZF-Geschäftsfeld Nutzfahrzeug-Fahrwerkmodule hat über 60 Jahre Erfahrung in der Entwicklung, Konstruktion und Fertigung von Präzisions-Fahrwerkteilen für Nutzfahrzeuge. Zu den Kunden zählen Lkw-, Bus-, Spezial- und Schienenfahrzeug-Hersteller.
Großes Portfolio
Das Produktportfolio umfasst unter anderem Dreiecklenker, Vierpunktlenker und Achsstreben für die Hinterachsaufhängung sowie Querlenker für die Vorderachsaufhängung. Für die Lenkung von Nutzfahrzeugen werden Spur- und Lenkstangen gebaut. Auch Stabilisatoren für die Fahrerhauslagerung gehören zum Lieferprogramm – bis hin zu kompletten Fahrerhauslagerungssystemen, mit denen Nutzfahrzeuge sicherer und komfortabler unterwegs sind.
Produktionsstandorte des Geschäftsfelds befinden sich in Dielingen, Ermua (Spanien), Izmir (Türkei), Gainesville (USA), Sorocaba (Brasilien) und Shanghai (China). ThyssenKrupp Automotive Systems sieht keine wirtschaftlich sinnvolle Chance, den Standort Werdohl weiterzuführen, und trennt sich aus strategischen Gründen vom Geschäftsbereich Fahrerhauslagerungen.
Dr. Karsten Kroos, Vorsitzender des Bereichsvorstands der Business Area Components Technology bei ThyssenKrupp: „Das Konzept von ZF zur Fortführung des Geschäftsbereichs hat uns überzeugt. Es freut uns, dass nun ein kompetenter und erfahrener Partner das Geschäft verantwortungsvoll fortsetzt und weiter ausbaut.“
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