ZDK zieht vorsichtige Bilanz
Tiefgreifender Strukturwandel – sinkende Stundenverrechnungssätze - Werkstattauslastung verbessert
Dass das Jahr 2009 aufgrund der Umweltprämie ein Ausnahmejahr für das deutsche Kfz-Gewerbe war, liegt auf der Hand. Nun hat der ZDK seine Interpretation der Fakten auf den Tisch gelegt. Präsident Robert Rademacher weist auf einen Trend zu weniger, aber größeren Betrieben hin. Man befinde sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Deshalb forderte er während der Jahrespressekonferenz in Düsseldorf eine bessere Zusammenarbeit von Herstellern und ihren Vertragspartnern. In Kürze möchte man die Grundlage für ein neues Geschäftsmodell präsentieren. Außerdem beklagte man sinkende Stundenverrechnungssätze. Die Ursache hierfür sieht der ZDK in den so genannten Flatrates sowie in Verträgen mit Großkunden wie Leasingunternehmen oder großen Fuhrparks. Trotz allem gibt es Erfreuliches zu vermelden: die Werkstattauslastung hat sich gegenüber 2008 um 2,5 Prozent verbessert.
Bundesinnungsmeister Wilhelm Hülsdonk sagte, die Großkunden versuchten, wirtschaftliche Verwerfungen in ihren Firmen auf das Kfz-Gewerbe abwälzen. Dadurch würden die sinkenden Stundenverrechnungssätze verursacht. Außerdem beobachtet der ZDK die weiter zunehmenden Flatrate-Angebot der Hersteller mit Sorge. Denn beim Verband vertritt man die Ansicht, dass der Service nicht den Vertrieb subventionieren sollte. Gleichzeitig betonte Robert Rademacher, dass auskömmliche Flatrate-Angebote ein geeignetes Kundenbindungsinstrument seien. Die Basis dafür seien „sauber kalkulierte Stundenverrechnungssätze“.
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