ZDK: Diesel-AU ist unverzichtbar

Die Diesel-Abgasuntersuchung ist eine regelmäßige Überwachung, bei der in signifikanter Größenordnung Mängel entdeckt werden, bekräftigte ein Sprecher des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes und reagierte damit auf die zum Teil anders lautende Berichterstattung in Publikumsmedien.

Die Ergebnisse der jüngsten AU-Mängelstatistik belegen der ZDK-Meldung zufolge eindrucksvoll den hohen Nutzen der Abgasuntersuchung für die Umwelt. Eine durchschnittliche Mängelquote von 8,8 Prozent bei rund elf Millionen Abgasuntersuchungen sei alarmierend. Knapp 800.000 der Mängelfahrzeuge konnten im Rahmen einer Wartung, Inspektion oder Reparatur wieder instand gesetzt und auf das zulässige Emissionsniveau zurückgeführt werden. Ob und, wenn ja, inwieweit es im Vergleich alter und neuer Messverfahren Unterschiede bei der Mängelquote gebe, werde zurzeit untersucht. Aber Umweltverbände, Überwacher, Gerätehersteller und das Kfz-Gewerbe seien sich einig: Eine Diesel-AU ist unverzichtbar. 

Als Aufklärung zu den verallgemeinernder Argumentation weisen die Autoexperten des ZDK unter anderem darauf hin, dass die Rauchtrübungsmessung mit dem so genannten Opazimeter ist ein bewährtes Verfahren sei, das richtigerweise für alle Diesel-Fahrzeuge ohne On-Board-Diagnose (OBD) angewendet wird. Ferner sei die Messung der so genannten Partikelmasse als Ersatz für die Rauchtrübungsmessung derzeit in der Erprobung, unter anderem auch in vier Kfz- Meisterbetrieben. Mehr als 1.000 Messwerte seien bisher erfasst worden. Technisch sei es denkbar, die neue Messmethode für alle modernen Dieselfahrzeuge einzusetzen.

 Damit eine auch wirtschaftlich verträgliche Lösung für die erforderlichen Investitionen möglich wird (35.000 AU-Betriebsstätten x 5.000 Euro pro Gerät = 175 Millionen Euro) schlägt das Deutsche Kraftfahrzeuggewerbe vor, sukzessive die neuen Geräte gegen die jetzigen Opazimeter auszutauschen. Dies sei möglich, da die neuen Geräte "abwärts kompatibel" seien.

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