Wirtschaftlichkeit und Effizienz im Fokus
Zulieferer Continental zeigt auf der IAA Nutzfahrzeuge innovative Technologien und Produkte, die Nutzfahrzeuge sicherer, sparsamer und vor allem effizienter machen sollen. Ein wichtiges Thema ist die Vernetzung der Systeme untereinander.
Wirtschaftlichkeit und Effizienz sind im gewerblichen Verkehr ein wichtiges Thema. Denn nur mit einer effizient betriebenen Nutzfahrzeugflotte können Fuhrparks Erträge erwirtschaften und gleichzeitig den Transport so nachhaltig wie möglich gestalten. Dabei ist der reine Anschaffungspreis der Fahrzeuge der kleinste Baustein in der Bilanz, viel höher sind die Betriebskosten, sagen die Experten des Zulieferers Continental.
Die Automotive Divisionen von Continental wollen dieser Tatsache Rechnung tragen und zeigen auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover vom 21. bis 30. September zahlreiche innovative Technologien, Produkte und Services, mit denen die Nutzfahrzeughersteller ihre Fahrzeuge sicherer, sparsamer und sauberer machen sowie im Informationsaustausch intelligenter vernetzen können. „Erst wenn Lkw, Transporter oder Busse weniger in Unfälle verwickelt werden, ihren Treibstoffverbrauch möglichst gering halten und im konsequenten Datenaustausch mit Fahrer und Umwelt stehen, lassen sich diese erst wirklich wirtschaftlich betreiben“, wissen die Hannoveraner Nutzfahrzeugexperten.
Sicherheit, Effizienz und Vernetzung für geringere Betriebskosten
Nur etwa zehn Prozent der Gesamtkosten eines Nutzfahrzeuges entfallen auf die Anschaffung, den weitaus größeren Teil machen die Betriebskosten aus, erklären die Fachleute von Continental. Kraftstoff- und Werkstattrechnungen, Personalkosten, Steuern, Maut und Versicherung: Bereits innerhalb der ersten vier Jahre fallen 90 Prozent der Aufwendungen erst an, wenn das Fahrzeug längst gekauft und bezahlt ist. Wer die Effizienz eines Nutzfahrzeugs steigern will, muss deshalb vor allem die Betriebskosten senken, raten die Experten.
Mit innovativen Lösungen wie beispielweise dem Radar für einen Notbremsassistenten, welcher nun auch stehende Hindernisse erkennt, dem Einsatz von Piezo-Injektoren und Hybrid-Antriebstechnologien sowie dem neuen „Simplify your Drive“-Bedien- und Systemkonzept für vorkonfigurierte Nutzfahrzeugfahrzeugprofile lassen sich den Experten von Conti zufolge einerseits Unfälle verringern und andererseits Verbrauch und Schadstofemissionen senken. Zudem lasse sich damit der komplexe Informationsfluss und Datenverkehr inner- und außerhalb des Fahrzeugs verbessern. Vor allem aber ließen sich über alle Bereiche hinweg die Betriebskosten deutlich reduzieren.
Umweltfreundlich = kostengünstiger
Auch bei der Entwicklung von Nutzfahrzeug-Antrieben legt Continental den Fokus auf Wirtschaftlichkeit. „Ein sparsamer und effizienter Motor ist nicht nur sauberer und hat deshalb geringere Emissionen, sondern mit ihm sinken auch die Treibstoffkosten. Bei Laufleistungen von zum Teil mehr als 150.000 Kilometern im Jahr ist das eine entscheidende Größe“, erklären die Experten. Zudem unterstütze das Unternehmen die Fahrzeughersteller mit innovativen Produkten, damit diese die gesetzlichen Auflagen, die nirgends strenger seien als im Nutzfahrzeugbereich, einhalten können. Continental Powertrain sei dabei nicht nur führend bei einzelnen Komponenten wie der Treibstoffversorgung, bei Einspritzsystemen, der Motorsteuerung oder Sensorik und Aktuatorik, sondern habe vor allem auch die Systemkompetenz, diese Technologien zusammenzuführen und daraus Lösungen zu entwickeln.
Dabei nutzen die Hannoveraner nach eigenem Bekunden ihre langjährige Erfahrung aus der Pkw-Motorentechnik und übertragen dieses Know-how auf das Nutzfahrzeug. Ein Beispiel für diesen Technologietransfer seien die Piezo-Einspritzinjektoren bei Dieselmotoren für leichte und mittlere Nutzfahrzeuge, wie sie derzeit schon in einem neuen, für den US-Markt entwickelten Dieselmotor zum Einsatz kommen.
Zu den innovativen Technologien zur Abgasnachbehandlung gehören indes Injektoren im Abgasstrang, die eine bessere Regeneration des Dieselpartikelfilters bewirken sollen sowie SCR-Systeme zur selektiven katalytischen Reduktion. Mit diesen lassen sich laut Continental Stickoxide und Partikel reduzieren. Der im April 2010 mit dem „PACE“-Award ausgezeichnete keramische Stickoxid-Sensor etwa könne den Stickoxid-Anteil (NOx) in „Parts per Million“ (ppm) im Abgas bestimmen.
Verbesserte Vernetzung
Ein weiterer wichtiger Schlüssel zu mehr Wirtschaftlichkeit ist den Experten von Continental zufolge die intelligente Vernetzung innerhalb des Fahrzeuges, von Fahrzeug und Fahrer und von Fahrzeug und Umwelt. Der Zulieferer präsentiert hierzu auf der IAA ein breites Portfolio an Produkten und Services der Konzernmarke „VDO“ rund um den Digitalen Tachografen DTCO.
Über das gesetzlich vorgeschriebene Kontrollgerät zur Erfassung der Lenk- und Ruhezeiten hinaus hat Conti maßgeschneiderte Telematik-Module und zielgruppenorientierte Flottensoftware zu kompletten, modularen Lösungen und Dienstleistungen aus einer Hand für ein wirtschaftliches Flottenmanagement optimiert. Von der manuellen Downloadlösung mit Hilfe eines praktischen Datenschlüssels, einer WLAN- oder Mobilfunkverbindung zur automatisierten Datenübertragung bis hin zu Lösungen für Archivierung und Analyse der Fahrer- und Fahrzeugdaten auf dem eigenen Rechner oder auf einem hochsicheren Internet-Server zeigt der Zulieferer, wie Fuhrparkbetreiber ihre Effizienz steigern und zudem den Arbeitsalltag von Fahrern und Flottenmanagern erleichtern können.
Weitere Infos: www.continental-automotive.de
IAA Nutzfahrzeuge, Halle 17, Stand B05
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