VW treibt E-Mobilität im Forschungsverbund voran
Der Bereich E-Mobilität nimmt bei Volkswagen eine Schlüsselrolle für die Autos von morgen ein. Jetzt wollen die Wolfsburger ihre weltweiten Aktivitäten bei Forschung und Vorentwicklung für Elektro-Fahrzeuge bündeln. VW-Konzern-Chef Prof. Martin Winterkorn gab im Electronics Research Laboratory (ERL) in Palo Alto, Kalifornien, einen Einblick in die Arbeiten seines US-Teams.
Im ERL, der größten Forschungseinrichtung außerhalb Wolfsburgs, arbeiten rund 100 Mitarbeiter an der automobilen Zukunft. Neben neuen Fahrerassistenzsystemen steht dabei vor allem die Elektromobilität im Vordergrund. „Das Herz von Volkswagen wird künftig auch elektrisch schlagen, und unsere Ingenieure in Amerika, Europa und Asien schaffen im Forschungsverbund die Grundlagen dafür", so Winterkorn. Geht es nach dem VW-Chef, wird Volkswagen der Autohersteller sein, der das für jeden Kunden erreichbare Elektroauto anbietet. Auf den in diesem Jahr eingeführten Touareg Hybrid lässt das Unternehmen 2012 den Jetta Hybrid sowie im Folgejahr den E-Up! und den Golf blue-e-motion folgen. „Unser Weg an die Weltspitze führt auch über die USA, denn hier haben wir erhebliche Wachstumschancen", so Winterkorn. „Es ist unser Ziel, Volkswagen auch hier zur führenden Volumenmarke zu machen."
In der Vorentwicklung künftiger E-Modelle des Konzerns werden sämtliche Anforderungen an Batterien wie deren Lebenszeit und entsprechende Kosten, die Zuverlässigkeit sowie die Reichweite und deren Sicherheit ermittelt. Dabei finden die Arbeiten markenübergreifend statt. So werden dort Paketierungen für Varianten des Audi eTron wie auch für solche des Golf blue-e-motion konzipiert. Entscheidend ist eine enge, weltweite Kooperation und Vernetzung der Expertengruppen. Der Aufbau von Prototypen und die gemeinsame Beurteilung der Leistung und Spezifikation in Automobilen geschieht daher im direkten Vergleich mit anderen Batteriekonzepten aus dem Forschungsverbund.
In diesem weltweiten Forschungs- und Vorentwicklungsverbund untersucht VW verschiedene Speicherkonzepte. Dabei geht es im Bereich der Lithium-Ionen-Technik (Li-Ion) um den Wettbewerb zwischen eigens entwickelten Batteriezellen und den aus Notebooks und anderen Geräten bekannten sogenannten Consumer-Zellen, auch 18650-Zellen genannt. Über ideale Paketierungen von Batteriezellen im Auto und intelligente Steuerungen der gespeicherten Energie sollen möglichst hohe Reichweiten sichergestellt werden.
Der VW-Konzern investiert jährlich mehr als fünf Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und beschäftigt in diesem Bereich weltweit 23.000 Mitarbeiter. Die Konzernforschung am Hauptsitz in Wolfsburg ist zuständig für alle Marken der Volkswagen AG und koordiniert die Forschungsaufträge und Ergebnisse. Für die strategische Ausrichtung in den wichtigsten Weltmärkten betreibt sie sogenanntes internationales Trend- und Technologie-Scouting mit eigenen Forschungssatelliten. Neben dem ERL in Palo Alto sind es das Volkswagen Research Lab China (VRC) und das Technical Representative Tokyo (VTT).
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