Toyota ruft acht Modelle zurück
Nach der angelaufenen Rückrufaktion in den USA gibt auch Toyota Motor Europe den Rückruf von acht Modellen in Europa bekannt, weil es bei den Fahrzeugen zu einer Fehlfunktion bei der Betätigung des Gaspedals kommen kann.
Toyota Motor Europe hat den Rückruf von acht Modellen bekannt gegeben. Bei den Fahrzeugen kann es zu einer Fehlfunktion bei der Betätigung des Gaspedals kommen. Bei den betroffenen Fahrzeugen kann das Gaspedal in seltenen Fällen schwergängig werden oder nicht in der gewohnten Geschwindigkeit in die Ausgangsposition zurückkehren. In vereinzelten Fällen kann das Gaspedal in der betätigten Position verbleiben. In den USA ist wegen dieses Fehlers die Produktion und der Handel von acht Modellen eingestellt worden. Betroffen sind der Aygo (Bauzeitraum(BZR): Februar 2005 - August 2009), der iQ (BZR: November 2008 - November 2009), der Yaris (BZR: November 2005 - September 2009), der Auris (BZR: Oktober 2006 - 5. Januar 2010), der Corolla (BZR: Oktober 2006 - Dezember 2009), der Verso (BZR: Februar 2009 - 5. Januar 2010) und der Avensis (BZR: November 2008 - Dezember 2009) sowie der RAV4 (BZR: November 2005 - November 2009).
Das Problem mit dem Gaspedal tritt auf, da es zu Verschleißerscheinungen an dem betroffenen Bauteil kommen kann. Dieser fortschreitende Verschleiß kann in Verbindung mit verschiedenen äußeren Einflüssen zu einer erhöhten Reibung im Pedalmechanismus führen. Bei Toyota habe man bereits eine entsprechende Gegenmaßnahme entwickelt, heißt es dort. Diese wird derzeit überprüft. Sobald diese Prüfung abgeschlossen ist, will Toyota seine Kunden sowie alle anderen Beteiligten über die Maßnahme und deren Umsetzung informieren. Betroffen davon sollen 1,8 Millionen Autos sein, um wie viele es sich in Deutrschland handelt, ist noch offen. Allerdings steht fest, dass es sich um den größten Rückruf aller Zeiten handelt. Die Sicherheit der Kunden habe für Toyota unter allen Umständen höchste Priorität, erklärte Tadashi Arashima, President und CEO von Toyota Motor Europe. Das Problem könne nur sehr selten unter ganz bestimmten Bedingungen auftreten. Um allen Kunden höchstmögliche Sicherheit garantieren zu können, habe man sich zu dieser präventiven Maßnahme entschieden.
Auf seiner Homepage veröffentlicht das Unternehmen eine Liste mit Tipps für Autofahrer, was sie tuin können, wenn das Gaspedal während der Fahrt nicht in die gewohnte Ausgangslage zurückkehrt. So rät Toyota bei Fahrzeugen mit Schaltgetriebe: Betätigen Sie sofort das Kupplungspedal, und legen Sie den Schalthebel in den Leerlauf. Bremsen Sie das Fahrzeug kontrolliert ab (keine Stotterbremse!) und rollen Sie auf den Seitenstreifen. Anschließend stellen Sie den Motor ab. Bei Fahrzeugen mit Automatik, Multi-Mode oder CVT-Getriebe sollte der Fahrer den Fahrmodus-Wählhebel in die Neutralposition einlegen und das Fahrzeug kontrolliert abbremsen (keine Stotterbremse) sowie anschließend den Motor abstellen.
PSA ruft C1 und 107 in die Werkstätten
Nach Toyota ruft auch der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën zehntausende Autos wegen derselben Probleme mit dem Gaspedal zurück. Die in Kooperation mit Toyota in Tschechien gefertigten Modelle Peugeot 107 und Citroen C1 seien praktisch baugleich mit dem Toyota Aygo, erklärte ein PSA-Sprecher. Betroffen seien weniger als 100 000 Fahrzeuge. Die Bauteile sind weitgehend identisch. Weniger als zehn Prozent der seit 2005 in Kolin gebauten eine Million PSA-Autos sind betroffen.
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