Opel-Händler trennen sich vom ZDK
Der Verband deutscher Opel-Händler (VDOH) verlässt den Branchenverband ZDK. Der Austritt aus dem Dachverband sei am vergangenen Freitag (3. September) erklärt worden, berichtet die „Automobilwoche“. Auslöser für diesen Schritt war ein Interview mit Robert Rademacher, in dem der ZDK-Präsident an der kürzlich von der Wettbewerbszentrale abgemahnten Lebenslang-Garantie von Opel Kritik geäußert hatte.
Für Ärger hatte ein Zitat des ZDK-Präsidenten in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 3. September gesorgt, in dem Rademacher die Position seines Verbandes zur Garantie-Werbung deutlich gemacht hatte: "Wenn die Wettbewerbszentrale das nicht aufgegriffen hätte, dann hätten wir als ZDK selbst geklagt." Rademacher wies in dem Zusammenhang auch auf andere Fabrikate hin. Die hätten ähnliche Garantiezusagen, werben aber nicht so vollmundig mit dem Begriff "lebenslang’".
Zankapfel ist die von Opel gewährte so genannte "lebenslange" Garantie. Die Wettbewerbszentrale wirft dem Autobauer vor, diesen Begriff zu Unrecht zu verwenden, da in dem Zusammenhang eine Laufleistungsbeschränkung gilt, die den Begriff "lebenslang" nicht rechtfertigen würde. Gespräche mit Opel ergaben bislang keine Annäherung der Parteien, eine Klage vor dem Landgericht Darmstadt gilt als sicher. Opel sieht sich im Recht und ist entschlossen, die "lebenslange" Garantie bis zur letzten Instanz durchzuziehen.
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