Kondenswasser ist das Problem
Toyota hat Details zu dem Rückruf in den USA bekannt gegeben, von dem auch acht Modelle in Europa betroffen sind. Kondenswasser kann zu erhöhter Reibung innerhalb des betroffenen Bauteils führen. Der japanische Automobilbauer will das Problem mit einem Distanzstück beheben.
Mit seinem Rückruf will Toyota dem Risiko klemmender Gaspedale vorbeugen, indem die entsprechenden Bauteile repariert oder ausgetauscht werden. Außerdem läuft bereits ein Rückruf wegen fehlerhafter Fußmatten, auch dort kann sich das Pedal verhaken. So kann es nach einer Toyota-Presseinformation durch fortschreitenden Verschleiß des verwendeten Bauteils dazu kommen, dass das Gaspedal nach dem Treten nicht in gewohnter Geschwindigkeit in seine Ausgangslage zurückkehrt oder sogar festklemmt. Davon betroffen sind die Modelle der Baureihen AYGO, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4. Bisher sei in Europa aber nur eine begrenzte Anzahl von Fällen bekannt, bei denen dieses Problem auftrat, so der Autobauer. Unfälle seien dadurch keine verursacht worden. Das betroffene Gaspedalmodul ist in der laufenden Produktion bereits durch ein anderes ersetzt worden. Rund eine halbe Stunde solle die Reparatur dauern. Nach dem vorübergehenden Produktionsstopp in den USA will Toyota in der kommenden Woche die Bänder wieder anrollen lassen. Nach Ansicht des ADAC sollten Toyota-Fahrer im Hinblick auf den bevorstehenden Rückruf wegen eines möglicherweise klemmenden Gaspedals nicht in Panik geraten. Dem Klub sind bislang durch seine Mitglieder keinerlei Reklamationen oder Schadenfälle bekannt geworden. Sollte das Gaspedal während der Fahrt doch einmal steckenbleiben, rät der Klub, das Auto sofort kontrolliert und beherzt bis zum Stillstand abzubremsen und dann den Motor abzustellen.
Auf dem amerikanischen Markt würden derzeit alle Vorbereitungen dafür getroffen, damit die Händler diese Modifikation bei den betroffenen Fahrzeugen umsetzen können, läßt man bei Toyota verlauten. Die gleiche Maßnahme zur Behebung des Problems werde auch auf dem europäischen Markt durchgeführt und im weiteren Verlauf mit den Behörden abgestimmt. Toyota will bei den zurückgerufenen Modellen ein Distanzstück am Gaspedal einbauen, um ein Klemmen zu verhindern. Es reduziert den Druck zwischen den beiden fraglichen Oberflächen, was zu einer geringeren Reibung führt. Das Distanzstück verstärkt zudem die Druckkraft der Feder, die das betätigte Gaspedal in seine ursprüngliche Position zurückbringt. Als Ursache für festhängende Gaspedale, die in den USA auch bereits zu tödlichen Unfällen geführt haben, wurde Kondenswasser ausgemacht, dass durch den Einsatz der Heizung bei kalten Temperaturen oder durch andere Ursachen entsteht, und zu erhöhter Reibung am Bauteil führen kann. Das führt in seltenen Fällen dazu, dass das betätigte Gaspedal langsamer als gewohnt in seine ursprüngliche Position zurückkehrt oder in der betätigten Position festklemmt. Betroffen sind in Europa neben acht Toyota-Modellen auch der Peugeot 107 und der Citroën C1. Sie sind nahezu baugleich mit dem Toyota Aygo.
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