Immer ein prima Klima

Die Reparatur und Wartung von Klimaanlagen eröffnet Kfz-Betrieben ein interessantes Servicepotential. Deshalb machte es Sinn, dem Kunden die einzelnen Begriffe „Klima-Check", "-Service", "-Wartung", "-Test" zu erläutern und ihm aufzuzeigen, welche Schwerpunkte darin enthalten sind.

Immer mehr Autos sind serienmäßig mit einer Klimaanlage ausgestattet. Wurden Klimaanlagen im Auto früher noch als Luxusprodukt betrachtet, gelten sie mittlerweile schon fast zum Standard. Die Reparatur und Wartung von Klimaanlagen eröffnet damit den Kfz-Betrieben ein interessantes Servicepotential. So ist der Klima-Service einerseits ein probates Mittel zur Kundenbindung. Zudem bringen Unfallreparaturen an der Klimaanlage sowie Verschleißerscheinungen der Klima-Werkstatt eine kontinuierlich bessere Auslastung. Aber nicht allein der Klimaservice erweist sich als umsatzträchtiger Geschäftszweig, sondern die in der Sommerzeit anzutreffenden Reparaturen an der Klimaanlage. Das ist darauf zurückzuführen, dass im Winter vielfach die Klimaanlage nicht in Betrieb war und wenn dort danach Defekte erkennbar sind, wird meist die Instandsetzung bis zur heißen Jahreszeit herausgezögert.

Innenraum-Temperatur als Sicherheitsfaktor

Wenn der Innenraum des Fahrzeugs überhitzt, kann das Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit und Gesundheit haben. Die Gesamthochschule Wuppertal hat im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen untersucht, dass  Fahrer bei höheren Temperaturen schneller ermüden und ihre Konzentration sinkt, womit die Unfallgefahr zunimmt. Bereits bei einer Temperatur von 27 Grad im Fahrzeuginnenraum steigt die Zahl der Unfälle innerorts um 11 Prozent, bei 32 Grad sogar um 22 Prozent*, das ist ein echtes Sicherheitsrisiko

•Quelle: Gesamthochschule Wuppertal (im Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen)

Aber auch im Herbst/Winter trägt eine gut gewartete bzw. funktionierende Klimaanlage zur Sicherheit im Straßenverkehr bei. Die Klimaanlage trocknet die Innenraumluft und reduziert dadurch die Gefahr von beschlagenen Scheiben von innen. Mit einer regelmäßig gewarteten, gut funktionierenden Klimaanlage fährt der Autofahrer sicherer und entspannter. Also beste Aussichten, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt und entsprechenden Service anbietet.  Jetzt ist es höchste Zeit, aktiv den Klima-Service in den Kundendienst-Fokus zu stellen.

Chancen im Klimageschäft nutzen

Auf den ersten Blick mag es beim Kunden so wirken, als ob er durch das Auslassen des regelmäßigen Klima-Checks bzw. Klima-Services Geld sparen kann. Das ist aber zu kurz gedacht. Jährlich können bis zu zehn Prozent des in der Klimaanlage befindlichen Kältemittels über Schlauchleitungen und Verbindungen verflüchtigen, was zu verminderter Leistung, aber auch zu kapitalen Kompressorschäden (dem „Herz“der Klimaanlage) führen kann. Denn das Kältemittelöl, das mit dem Kältemittel zirkuliert, kann dann nicht mehr für ausreichende Schmierung des Kompressors sorgen. Eine regelmäßige Wartung ist daher unabdinglich.  Zudem trägt eine regelmäßige Klima-Wartung zur Werterhaltung des Fahrzeugs bei. Eine gut funktionierende Klimaanlage kann sich positiv auf den Wiederverkaufswert eines Fahrzeuges auswirken. Zwischenzeitlich läuft kaum ein Neufahrzeug ohne Klimaanlage vom Band. Viele Autofahrer betrachten die Klimaanlage zwischenzeitlich als Standardausstattung – auch beim Kauf eines Gebrauchtwagens.

Klimaanlage als Wohlfühlfaktor

Mit einer regelmäßig gewarteten, einwandfrei funktionierenden Klimaanlage hat man immer einen kühlen Kopf und ist sicher und komfortabel unterwegs. Das verschafft Vorteile, um hier nur einige zu nennen wie:  

• Höhere Konzentration

• entspanntes Fahren

• Reduzierung der körperlichen Belastung

• Weniger Stress auch bei extremen Außentemperaturen

• Reduzierung von allergischen Reaktionen (Husten, Niesen, tränende

  Augen)

• Mehr Sicherheit nicht nur für den Fahrer, sondern auch für die

  Beifahrer/Familie/Kinder (Stichwort „Verantwortung)

• Senkung des Unfallrisikos

Aktive Kundenansprache „Klima-Check jetzt“ 

Bei Behr Hella Service rät man zur aktiven Kundenansprache. Das bedeutet proaktive Kundenanschreiben unter Einbeziehung der Kundendatenbank

            - Kundenadresse

            - Fahrzeug (Typ, Alter)

            - Wann wurde die letzte Klimawartung durchgeführt  (Check jährlich; Service alle 2 Jahre) 

Dazu können BHS-Textmanuskripte mit einfachen, griffigen Argumenten für das Anschrieben genutzt werden

            - Des weiteren gilt: Flyer „Klimas-Service“ beigelegt?

Ergänzend oder anstelle des Anschreibens bieten sich auch gezielte Telefonate an. Außerdem gilt es, Kunden, die wegen anderer Arbeiten (z.B. Inspektion, Bremse, Auspuff etc.) in die Werkstatt kommen, in einem persönlichen Gespräch aktiv auf die Notwendigkeit eines Klimaservices anzusprechen. Das persönliche Gespräch in der Werkstatt ist in der Regel noch erfolgreicher als Anschreiben und Telefonate.   

- Marketingunterlagen wie etwa „Technische Poster“ (z.B. neues Behr Hella Service-Poster im Rahmen der Thermo-Kampagne 2010) die dem Autofahrer die Notwendigkeit eines Klimaservices visuell verdeutlichen (z.B. graphische Gegenüberstellung eines gesättigter Filter-Trockners zu einem neuen; Effekt der Verdampferdesinfektion usw.) sollten in das Beratungsgespräch einbezogen werden.

-Weitere Marketingmaterialien wie etwa Spannband, Poster, Flyer, aufblasbarer Pinguin und Pinguin-Türschild, sollen den Autofahrer ansprechen und dazu beitragen, dass er einen Klima-Check durchführen lässt oder zumindest mit der Werkstatt Kontakt aufnimmt, um näheres zu erfragen.  

- Ein Flyer kann z.B. nach persönlicher Übergabe im Anschluss eines Kundengesprächs dazu genutzt werden, um im heimischen Umfeld des Autofahrers weitere „Überzeugungsarbeit“ zu leisten. 

- Nach einer durchgeführten Klimawartung gibt ein am Fahrzeug angebrachter „Klimaservice-Aufkleber“ Auskunft über die durchgeführten Arbeiten und weißt gleichzeitig als „stiller Verkäufer“ auf die nächste Klimawartung hin. Den gleichen Zweck erfüllt auch ein „Service-Scheckheft“ speziell für die Klima- und Kühlungswartung. Zudem werden in diesem grundsätzliche Funktionen der Anlage sowie Tätigkeiten im Rahmen der Wartung anschaulich verdeutlicht.

Aktive Vermarktung Klima-Check und Klima-Service   

Der Spruch "Klimaanlagen sind wartungsfrei" ist Schnee von gestern. Entgegen der Aussage mancher Fahrzeughersteller muss das Fahrzeugklimasystem gewartet werden. Jährlich gehen bis zu zehn Prozent des Kältemittels aus dem System auf natürliche Art und Weise durch Schläuche und Verbindungselemente verloren. Dadurch lässt die Kühlleistung schon nach drei Jahren spürbar nach. Darüber hinaus dient das Kältemittel, das durch das Klimasystem zirkuliert, als Trägermedium für das sich ebenfalls im System befindliche Öl. Das wiederum benötigt der Klimakompressor zur Schmierung. Befindet sich zu wenig Kältemittel im System, besteht die Gefahr, dass der Kompressor nicht mehr ausreichend geschmiert wird. Dies kann zum Totalausfall des Kompressors führen. Zusätzlich nimmt das Kältemittel über die Schläuche Feuchtigkeit von außen auf. Ein Teil der Feuchtigkeit kann vom Trockner des Klimasystems festgehalten werden. Der Sättigungsgrad ist bereits nach etwa zwei Jahren Betriebsdauer erreicht. Wird der Trockner nicht regelmäßig erneuert, führt der hohe Wasseranteil im System zur Korrosionsbildung. Überhöhter Verschleiß und mechanische Schäden der Systemkomponenten sind vorprogrammiert. Zudem besteht die Gefahr der Vereisung des Expansionsventils, was zu erheblichen Betriebsstörungen bis zum Ausfall der Klimaanlage führen kann. Das hierzu in Kürze zu möglichen Schäden durch mangelnde Pflege der Klimaanlage. Es besteht demnach Wartungsbedarf. Prophylaxe wirkt sich auf lange Sicht wesentlich günstiger aus als teure Folgereparaturen. Diese Argumente sollte man dem Kunden immer wieder vor Augen führen.

Der Klima-Check ist wichtig und richtig

Bei den Kunden taucht des öfteren die Frage auf, was ist ein "Check" und was ein "Service"?. Einheitliche Definitionen im Markt gibt es dafür leider noch nicht.  Deshalb machte es Sinn, dem Kunden die einzelnen Begriffe „Klima-Check", "-Service", "-Wartung", "-Test" zu erläutern und ihm aufzuzeigen, welche Schwerpunkte darin enthalten sind. So sollten Klima"-Check" und "-Test" die Überprüfung bestimmter Parameter ohne Austausch von Kältemittel beinhalten. Bei "Klima-Service" und "-Wartung" ist eine komplette Überprüfung einschließlich Austausch des Kältemittels und diverser Teile vorgesehen. Bei Behr Hella Service rät man dem Klima-Fachbetrieb folgende Vorgehensweise: Ein "Check" oder "Test" sollte jährlich durchgeführt werden und dient der Überprüfung von wichtigen Parametern, wie Hochdruck, Niederdruck, Ausströmtemperatur an der Mitteldüse. Hieraus lassen sich grobe Aussagen über den Zustand des Klima-Systems ableiten und gravierende Fehler können eventuell sofort erkannt werden. In jedem Fall sollte hierbei der Innenraumfilter überprüft bzw. ausgetauscht werden. Außerdem schließt ein "Check"/"Test" die Sichtprüfung aller relevanten und leicht zugänglichen Bauteile des Klima-Systems mit ein.

Der Klima-Check: Wann sollte er erfolgen? Einmal im Jahr bzw. alle 15.000 km (PKW) und alle sechs Monate (NKW, wegen der höheren Fahrleistung)

Warum ist er so wichtig? Der Innenraumfilter filtert Staub, Pollen und Schmutzpartikel aus der Luft, bevor sie  sauber und gekühlt in den Innenraum strömt. Wie bei jedem Filter ist seine Aufnahmefähigkeit begrenzt. In jedem Klimaanlagen-System befindet sich ein Verdampfer. Auf seinen Lamellen bildet sich Kondenswasser. Mit der Zeit nisten sich hier Bakterien, Pilze und Mikroorganismen ein. Deshalb muss der Verdampfer regelmäßig desinfiziert werden.     

Was wird dabei gemacht?

■ Sichtprüfung aller Komponenten

■ Funktions- und Leistungsprüfung

■ Austausch Innenraumfilter

■ ggf. Desinfektion des Verdampfers

Den Klima-Service nicht außer acht lassen

Ein "Service", beziehungsweise eine "Wartung" sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden und dient der gründlichen Überprüfung des gesamten Klima-Systems. Hierbei werden ebenfalls Hoch- und Niederdruck, die Ausströmtemperatur und der Innenraumfilter überprüft bzw. gewechselt. Des Weiteren erfolgt die Überprüfung aller relevanten Bauteile. Es erfolgt ein Austausch des Kältemittels und gegebenenfalls wird ein Kontrastmittel mit ins System gegeben. Im Anschluss findet eine Dichtigkeitsprüfung aller Bauteile und Verbindungselemente statt. Als Leitfaden und Dokumentation der einzelnen Prüfschritte dient eine so genannte "Checkliste". Der Austausch des Filter-Trockners bzw. Akkumulators sollte ebenfalls nach zwei Jahren erfolgen, rät man beim Klimaspezialisten. Darüber hinaus weiß Jörg Laukenmann, Leiter Marketing Behr Hella Service, aus Erfahrung: „Kühl- und Klimasystem sind zwar voneinander getrennt, beeinflussen sich jedoch gegenseitig. Das bedeutet in der Werkstattpraxis, dass bei einem Service der Klimaanlage auch das Kühlsystem mit geprüft werden sollte.“

Der Klima-Service: Wann sollte er erfolgen? Alle zwei Jahre (PKW) einmal im Jahr (NKW)

Warum? Selbst bei einer neuen Klimaanlage entweichen pro Jahr bis zu zehn Prozent des Kältemittels. Ein normaler Vorgang, durch den aber die Kühlleistung nachlässt und Kompressorschäden drohen. Durch den Filter-Trockner wird das Kältemittel von Feuchtigkeit und Verunreinigungen befreit.    

Was wird dabei gemacht?

■ Sichtprüfung aller Komponenten

■ Funktions- und Leistungsprüfung

■ Austausch Innenraumfilter

■ ggf. Desinfektion des Verdampfers

■ Austausch des Filter-Trockners (alle zwei Jahre!)   

■ Wechsel des Kältemitels 

■ Dichtigkeitsprüfung

 Antworten und Begründung auf häufig gestellte Kundenfragen:

 Frage: Warum soll die Klimaanlage regelmäßig desinfiziert werden?

Antwort: Durch sich am Verdampfer angesiedelte Bakterien, Pilze und andere Mikroorganismen können muffige Gerüche entstehen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden.

Begründung: Der Verdampfer ist unterhalb der Armaturentafel eingebaut und im Lüftungssystem integriert. Dieser schwierig zugängliche Ort bietet in seiner dunklen und feuchten Umgebung die idealen Voraussetzungen zur Entstehung von Bakterien, Pilzen und Mikro Organismen. Grundlage hierfür sind Schmutzpartikel, die sich aus der Umgebungsluft in den Lamellen des Verdampfers festsetzen. Diese unerwünschten Erreger gelangen über das Lüftungssystem in den gesamten Fahrzeuginnenraum. Bei vielen Menschen verursachen diese Erreger allergische Reaktionen (Niesen, Husten. tränende Augen). Durch die Mikroorganismen entsteht zusätzlich ein modriger, schlechter Geruch. Mittels einer regelmäßigen Desinfektion des Verdampfers werden die vorhandenen Mikroorganismen dauerhaft abgetötet. Bei einer sach- und fachgerechten Ausführung ist die Desinfektion gesundheitlich unbedenklich.

Frage: Warum muss der Filter-Trockner ausgetauscht werden?

Antwort: Der Filter-Trockner entzieht dem Klimasystem Feuchtigkeit und Schmutzpartikel um es vor Schäden zu schützen und eine optimale Kälteleistung zu gewährleisten.

Begründung: Ein Teil der Feuchtigkeit kann vom Filter Trockner. der je nach System auch Akkumulator genannt wird, des Klimasystems festgehalten werden. Der Sättigungsgrad ist aber nach ca. zwei Jahren Betriebsdauer erreicht. Wird der Filter-Trockner nicht regelmäßig erneuert, führt der hohe Wasseranteil im System zur Korrosionsbildung. Überhöhter Verschleiß und mechanische Schäden der Systemkomponenten sind vorprogrammiert. Auch besteht die Gefahr der Vereisung ans Expansionsventils. Dies kann zu erheblichen Betriebsstörungen bis zum Ausfall der Klimaanlage  führen.

Frage: Woher kommt der muffige Geruch im Fahrzeug?

Antwort: Als Ursache kommen ein überalterter Innenraumfilter und/oder ein verunreinigter Verdampfer in Betracht.

Begründung: Die vom Innenraumfilter zurückgehaltenen Schmitzpartikel reagieren im Laufe der Zeit mit der Luftfeuchtigkeit. Bei Überalterung des Filters kann dies auch zu einer Geruchsentwicklung führen. Durch sich am Verdampfer angesiedelte Bakterien Pilze und andere Mikroorganismen können muffige Gerüche entstehen und allergische Reaktionen hervorgerufen werden. Ein            regelmäßiger Austausch des Filters und eine regelmäßige Desinfektion des Verdampfers beseitigen dieses Problem, besser gesagt, lassen es erst gar nicht entstehen.

Frage: Warum sollte die Klimaanlage nicht nur im Sommer genutzt werden?

Antwort: Damit der Scheibenbeschlag schneller beseitigt wird. Für ein gesundes Raumklima und um sicherzustellen, dass die Anlage im Frühjahr auch noch funktioniert.

Begründung Beschlagene Scheiben stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Beim Heizungsbetrieb mit eingeschalteter Klimaanlage wird die Luft nicht nur erwärmt. sondern gleichzeitig auch getrocknet. Dies trägt zu einem gesünderen Raumklima bei. Um zu gewährleisten, dass der Klimakompressor stets mit Öl versorgt wird und die Dichtungen im gesamten System nicht austrocknen, muss die Klimaanlage auch im Winter jede Woche für einigte Minuten betrieben werden. Dies trägt auch dazu bei, dass man im Frühjahr nicht „plötzlich" feststellt - die Klimaanlage funktioniert nicht. Quelle: Behr Hella Service

Mehr Werkstatt-Umsatz durch Klima-Service

Der Klima-Service erweist sich als probates Mittel zur Kundenbindung. Denn mit dem Klimaservice erreicht der Kfz-Betrieb Fahrer und Fahrzeug über die normalen Inspektionsintervalle hinaus. „Eine Werkstatt kann ihren Umsatz steigern, wenn sie sich gegenüber ihren Kunden als kompetenter Spezialist für den Service von Klimaanlage und Motorkühlsystem aufstellt“, betont Ludger Claes, Leiter Marketing Handel Deutschland der Hella KGaA Hueck & Co. in Lippstadt. „Unsere wirksamen Maßnahmen zur Verkaufsunterstützung, kombiniert mit dem breiten und tiefen Produktsortiment von Behr Hella Service sowie den praktischen Werkstatt-Hilfsmitteln, sind dafür eine hervorragende Ausgangsbasis, insbesondere die Thermo Management-Kampagne 2010, wirksame Technik- und Verkaufsunterstützung von Hella kombiniert mit breitem Produkt-Sortiment für Fahrzeugklimatisierung und Motorkühlung von Behr Hella Service.“ Ende März startet Hella die Thermo Management-Kampagne 2010, die eine Reihe von Maßnahmen zur Verkaufsunterstützung sowie Hilfsmittel mit hohem Nutzwert für Werkstattprofis beim Klimaservice umfasst. Zwei Bausteine der Kampagne sollen maßgeblich zum Erfolg beitragen: Mehrwert-Paket und Power-Paket. Das Mehrwert-Paket von Hella ist in amz 3 – 2010 detailliert beschrieben. Als zweiter Part werden die Powerpakete aufgeführt:

Werkstatt-Tipp: Fachgerechtes Spülen der Klimaanlage erhöht die Lebensdauer

Besonders bei Teiletausch oder Reparatur sollte das Klimasystem im Fahrzeug gereinigt werden. Denn nur ein sauberes System sorgt dafür, dass die Anlage perfekt funktioniert und sich mögliche Folgeschäden ausschließen lassen. Deshalb verlangen immer mehr Fahrzeug- und Komponentenhersteller, im Zusammenhang mit einer Reparatur der Klimaanlage eine Spülung durchzuführen und zu dokumentieren. Nur dann bleiben Garantieansprüche gewahrt. Bereits veraltete Filter-Trockner oder ein defekter Kompressor können das System schädigen, indem sich etwa losgelöste Mikroteile oder Schmutzpartikel im gesamten Kältemittelkreislauf verteilen und zu Verstopfung von Bauteilen oder Komponenten führen. Deshalb ist es wichtig, vor dem Einbau neuer Teile das gesamte System zu spülen. Dazu empfehlen die Experten von Behr Hella Service zwei Methoden:

Spülen mit dem Kältemittel: Bei dieser Methode nutzt der Fachmann die Klima-Service-Geräte, zum Beispiel SECUmobile oder SECUsmart von Behr Hella Service, sowie eine zusätzliche Spüleinrichtung mit Filter und Adaptern, um die Systemkomponenten mit dem Kältemittel zu spülen. Damit lassen sich Öl und lose Schmutzpartikel entfernen. Diese Methode, die von verschiedenen Fahrzeugherstellern freigegeben ist, verursacht weder Kosten für das Spülmedium noch für dessen Entsorgung.

Spülen mit Spülflüssigkeit: Dabei wird das Klimasystem mit chemischen Lösungsmitteln gereinigt. Anschließend ist es notwendig, die Reste des Spülmittels mit Hilfe von Stickstoff aus dem Kreislauf zu entfernen und das gesamte System damit zu trocknen. Höchste Effektivität in der Kombination von Spülflüssigkeit und Stickstoff macht diese Methode beim Kompressor-Austausch unverzichtbar. Passend dafür bietet Hella entsprechendes Werkzeug an, und zwar das Klimaanlagen-Spülset 100 sowie das Klimaanlagen-Stickstoffset 150.

Zusammenfassend sind folgende Gründe für eine Spülung des Klimasystems relevant:

- Verunreinigungen durch Metallabrieb bei Kompressorschäden werden beseitigt; das verhindert Verstopfungen der Ventile sowie von Kondensator und Verdampfer.

- Säurereste werden entfernt, die durch eindringende Feuchtigkeit entstehen, etwa bei unfallbedingter längerer Öffnungszeit der Klimaanlage, und die zu Korrosion führen können.

- Ausspülen von Elastomer-Partikeln, die sonst Verstopfungen im System (z.B. von Drossel- oder Expansionsventil) verursachen

- Restloses Entfernen von verunreinigtem Kältemittel oder Kältemittelöl, durch die sich sonst Säuren bilden und die Schlauchleitungen und O-Ringe angreifen können. Quelle: Behr Hella Service

Für den Spül-Service geben die Experten von Behr Hella Service folgende Tipps:

Immer nur die einzelnen Komponenten des Kreislaufs spülen.

Trockner, Ventile und Kompressor können nicht gespült und müssen erneuert werden.

Nach der Spülung mit spezieller, chemischer Flüssigkeit muss mit Stickstoff getrocknet werden.

Jedes Mal, wenn der Kältemittelkreislauf geöffnet wird, ist der Austausch von Filtertrockner und O-Ringen an den geöffneten Komponenten notwendig.

Sollten trotz sorgfältiger Spülung noch Verunreinigungen im System verblieben sein, helfen Filtersiebe in der Saugleitung, um entsprechende Folge-Schäden zu verhindern.

Folgende, neue Technische Infos aus dem Bereich Thermo Managemement werden ab März zur Verfügung gestellt:

- Elektronisch geregelte Visco-Lüfter

- Funktion und Verwendung von Kühlerverschlussdeckeln

- Spülen des Kühlsystems

- Richtiger Einsatz von Kühlmittel

- Elektronisch geregelte Motorkühlung

- Kühlsystem prüfen und diagnostizieren.

Klima-und Kühlung sind Partner im Thermo-Management

Die Klimaanlage ist jedoch nur ein Teil des Thermo-Managements, das für eine optimale Motortemperatur unter allen Betriebsbedingungen sowie das Heizen und Kühlen des Fahrzeuginnenraums zuständig ist. Es besteht demzufolge aus Komponenten der Motorkühlung und Klimaanlage. Komponenten beider Systeme bilden bei modernen Fahrzeugen oftmals eine Einheit (kombiniertes Kondensator-Kühlermodul sowie Verdampferkasten, der den Wärmetauscher und den Klimaverdampfer beinhaltet) und beeinflussen sich untereinander. Ist beispielsweise der Kondensator, der vor dem Kühlmittelkühler verbaut ist, verdreckt (zum Beispiel durch Insekten), beeinflusst das nicht nur die Klimaanlage. Aufgrund des geringeren Luftdurchsatzes durch den dahinter liegenden Kühlmittelkühler besteht die Gefahr, dass die Temperatur des Kühlmittels erheblich ansteigt. Befindet sich zu wenig Kältemittel im Klimasystem, schaltet der Kompressor öfter und länger ein. Dies erhöht nicht nur den Kraftstoffverbrauch sondern belastet auch den Motor, weshalb die Kühlmitteltemperatur ansteigen kann. „Kühl- und Klimasystem sind zwar voneinander getrennt, beeinflussen sich jedoch gegenseitig. Das bedeutet in der Werkstattpraxis, dass bei einem Service der Klimaanlage auch das Kühlsystem mit geprüft werden sollte“, weiß Jörg Laukenmann, Leiter Marketing Behr Hella Service, aus Erfahrung. Eines steht mit Sicherheit fest, optimal funktionierende Klimaanlagen bieten besseren Komfort und sind Garanten für mehr Fahrsicherheit und Gesundheitsschutz in der heißen Jahreszeit. So ist es jetzt höchste Eisenbahn, als Kfz-Werkstatt das Geschäft rund um die Fahrzeug-Klimatisierung in Angriff zu nehmen. Doch was tun, wenn die Kunden nicht den direkten Weg zur Werkstatt finden? Hier gilt es, mit zielgruppenorientierten Marketingaktionen den Klimaservice zu vermarkten. Um ein durchgängiges Klimageschäft aufbauen zu können, sollte die Kfz-Werkstatt bereits jetzt Frühjahrs-Klimakontrollen plakativ anbieten und die Kunden von diesem Service überzeugen. Jürgen Rinn

 

Neuer Kommentar

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Eintragen
Seite versendenSeite drucken

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Rinn

rinn@schluetersche.de

Bildergalerie