09.02.2010

Gemischte Gefühle bei Toyota-Käufern

Die Nürnberger Marktforschung PULS fand im Rahmen einer Untersuchung heraus, dass jeder fünfte Toyota-Interessent aufgrund der Rückrufaktionen von einem Kauf absehen will. Dagegen heißt es in einer AutoScout24-Umfrage, dass jeder zweite Nutzer trotz Rückruf einen Toyota kaufen würde.

Welchen Einfluss haben die jüngsten Rückrufaktionen von Toyota auf den Autokauf? Dieser Frage ging die Nürnberger Marktforschung PULS im Rahmen einer Befragung von 700 Autokäufern nach und kam zu dem Schluss, das jeder fünfte Toyota-Interessent, der von den Rückrufaktionen gehört hat, auf den Kauf dieser Marke verzichten will. Weitere 27 Prozent wollen mit ihrem Fahrzeugkauf vorerst abwarten. Dazu merkt PULS-Geschäftsführer Konrad Weßner, der die Untersuchung durchgeführt hat, an: „Nun kommt es auf ein aktives Krisenmanagement mit offener und verständlicher Kommunikation der Mängel an.“ Nur so könne vermieden werden, dass Toyotas Image als Qualitätsweltmeister Schaden nimmt. „Die Wahrnehmung der Rückrufaktionen auf dem deutschen Automobilmarkt ist gewaltig. Fragt man offen nach Automobilherstellern, bei denen Rückrufaktionen aufgefallen sind, nennen zwei von drei Autokäufern Toyota (67 Prozent). Gibt man verschiedene Marken vor, erinnern sich sogar 77 Prozent an die Qualitätsprobleme der Japaner,“ sagt Konrad Weßner. Damit werden seiner Meinung nach die Rückrufaktionen von Marken wie Peugeot, Ford oder Citroen in den Schatten gestellt. „Die Erwartungen an das Krisenmanagement von Toyota sind hoch“, führt Weßner weiter aus. Insbesondere ältere Fahrzeugkäufer werden durch die Rückrufaktionen negativ beeinflusst. „Von zentraler Bedeutung ist dabei auch eine Erklärung, wie Mängel künftig vermieden werden,“ rät der Marktforscher.

Eine AutoScout24-Umfrage kommt zu einem anderen Ergebnis. Hier heißte es, jeder zweite Nutzer würde trotz Rückruf einen Toyota kaufen. Die aktuelle Umfrage des AutoScout24-Magazins, das vom 4. Februar bis 8. Februar 1502 Nutzer befragte, kommt zu dem Ergebnis, dass potenzielle Autokäufer in Deutschland trotzdem ein Fahrzeug des japanischen Autobauers kaufen würden. So sieht jeder zweite Nutzer (48 Prozent) trotz des Rückrufs kein echtes Sicherheitsproblem. Allerdings bewerten vier von zehn Befragten (38 Prozent) das Sicherheitsrisiko als zu hoch und würden deshalb momentan kein Fahrzeug der japanischen Marke kaufen, und 14 Prozent der Umfrage-Teilnehmer sind verunsichert.


Neuer Kommentar

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
CAPTCHA Bild zum Spamschutz
Eintragen
Seite versendenSeite drucken

Ihr Ansprechpartner

Jürgen Rinn

rinn@schluetersche.de