Garanten für saubere Luft im Auto
Innenraumfilter schützen Fahrzeuginsassen vor Pollen, Staub und Abgasen und tragen damit zur Verkehrssicherheit bei, weil Konzentrationsmängel und Niesanfälle vermieden werden. Daher ist es wichtig, dass im Auto ein gut funktionierender Filter eingebaut ist. Bei vielen Autofahrern ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Filterwechsels nicht vorhanden. Wir zeigen hier einige, wichtige Argumente für den rechtzeitigen Wechsel des Innnenraumfilters auf.
In Europa wird mittlerweile ein Großteil der neu ausgelieferten Fahrzeuge mit Innenraumluftfiltern ausgestattet. Allein in Deutschland sind das über 10 000 neu zugelassene Fahrzeuge pro Tag, Tendenz steigend. Sie bieten effektiven Schutz für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Fahrzeuginsassen, weil sie feste und gasförmige Schadstoffe nahezu vollständig zurückhalten. Vielfach wird leider vergessen, dass sie Verschleißteile sind und bei der Inspektion mit ausgetauscht werden sollen. Hier liegt für Werkstätten und Servicebetriebe ein enormes Marktpotenzial, das bisher nicht genug ausgeschöpft wird, teilt man bei Sogefi mit. So zeigen die Verkaufszahlen von Innenraumfiltern, dass nur etwa bei einem Viertel aller mit Klimaanlage ausgestatteten Fahrzeuge in Deutschland ein regelmäßiger Wechsel vorgenommen wird (GiPA Germany, Statistik 2006). Gleichzeitig nimmt die Bereitschaft der Verbraucher, in ihre Gesundheit zu investieren, mehr und mehr zu, wie die jährlichen Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen. Eine Studie der Sogefi Filter Division zum Zustand von Innenraumfiltern in 400 Fahrzeugen ergab, dass die Hälfte aller getesteten Filter sofort oder innerhalb kürzester Zeit ausgetauscht werden mussten, um ihre Schutzfunktion wieder zuverlässig übernehmen zu können. Die Studie zeigte auch, dass bei den Autofahrern die Funktion eines Innenraumfilters kaum bekannt ist. Kennen sie aber den Nutzen, gehen laut Untersuchung etwa 70 Prozent der Befragten davon aus, dass der Innenraumfilter bei Inspektionen automatisch mit ausgetauscht würde. Innenraumfilter bieten also ein hohes Wachstumspotenzial, an dem Teilehandel und Werkstätten partizipieren können.
Zu einem ähnlichen Ergebnis kam auch eine vom AVD und Corteco durchgeführte Untersuchung, die ergab, dass bei den Autofahrern das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Innenraum-Filterwechsels nur im geringen Maße vorhanden ist. Hier muss die Werkstatt mit ansetzen. Der Autofahrer braucht entsprechende Hinweise auf den Filterwechsel. Von Innenraumfiltern, mit denen man die Luftqualität im Auto verbessern kann, haben 51,7 Prozent der Befragten schon einmal gehört. Doch nur zwei Drittel davon haben präzisere Vorstellungen, was diese Filter bewirken. Frauen und Allergiker kennen sich besser aus: 67 Prozent der Frauen sind besondere Filter -wie etwa Pollen- oder Aktivkohlefilter - bekannt und auch 80 Prozent der Allergiker verfügen über tiefergehende Informationen.
Die Autoklimastudie wurde im Rahmen einer Verkehrssicherheits-Aktion des AvD mit der CORTECO GmbH auf der Rastanlage Hockenheim durchgeführt. Dort hat AvD-Pannenhelfer Michael Bernhard "Dreck- und Bakterienschleudern" aus den Klimasystemen gezogen, einst weiße Filter, inzwischen tiefschwarz, mit Insekten und Heu verklebt. Vielen Reisenden wurden vor Ort neue micronAireil-Kombifilter in die Autos eingebaut, die Staub, Schmutz, Pollen und auch gasförmige Schadstoffe wie Ozon fernhalten. Der AvD weist darauf hin, dass bei den regelmäßigen Wartungs- und Inspektionsarbeiten häufig vergessen wird, dieses wichtige Systemteil auszutauschen. Im ungünstigsten Fall kann ein verstopfter Filter den Gebläsemotor schädigen und es fallen hohe Reparaturkosten an. Zudem kann ein verschmutzter Filter nicht nur für Allergiker fatale Folgen haben: Niesen, Husten, tränende Augen und andere allergische Reaktionen gefährden die Sicherheit im Straßenverkehr.
Saubere Luft und angenehme Temperaturen im Auto
Offensichtlich beeinflussen hohe Kraftstoffpreise den Nutzungsgrad von Klimaanlagen. „63,6 Prozent der Befragten gaben an, die Klimaanlage gelegentlich auszuschalten, um Sprit zu sparen", sagt AvD-Verkehrssoziologe Roet. „Doch damit wächst das Unfallrisiko für die Reisenden. Untersuchungen haben ergeben, dass ab 27 Grad im Fahrzeuginnenraum die Zahl der Unfälle deutlich ansteigt. Die Fahrer werden schneller müde, unkonzentrierter, reagieren langsamer und werden gereizter." Die Luftqualität im Fahrzeuginnenraum wird Autofahrern immer wichtiger, doch die meisten stellen ihre Klimaanlage falsch ein. Das hat die Autoklimastudie des Automobilclubs von Deutschland - AvD -ergeben. Über 75 Prozent aller Fahrzeuge sind inzwischen mit Klimaanlagen ausgestattet, 47,4 Prozent davon haben eine Klimaautomatik. „Die durchschnittlich eingestellte Temperatur liegt bei 20,4 Grad", sagt Bastian Roet und fügt an: „Das ist zu niedrig und ungesund. Die von uns befragten Autofahrer regeln zudem zu oft manuell nach." Der AvD rät, die Klimaanlage im Sommer und im Winter auf ca 22 Grad einzustellen, um sicher und entspannt zu fahren. Der Luftstrom sollte zudem nicht direkt auf die Passagiere gelenkt werden, da sonst das Risiko einer Infektion steigt.
Allergiker trifft es am schlimmsten
Dies ist besonders wichtig für Allergiker und bei mitfahrenden Kleinkindern. Insbesondere vor dem Beginn der Pollenzeit sollte die Werkstatt ihre Kunden darauf aufmerksam machen, dass es jetzt besonders wichtig ist, den Innenraumfilter zu wechseln. Denn ein neuer Innenraumfilter kann bis zu 100 Prozent an Pollen, Schmutz und Bakterienstämmen filtern und trägt damit neben dem Komfort zur Sicherheit des Autofahrers bei. Die bessere Luft verbessert das Konzentrationsvermögen. Gleichzeitig verhindert ein neuer Innenraumfilter das Absetzen von Kondenswasser an den Fenster, d.h. die Scheiben beschlagen weniger und es wird die Bildung eines Schmierfilms reduziert, der bei Sonne zu gefährlichen Blendeffekten führt. Zusätzlich wird die Klimaanlage geschützt, damit keine Partikel und Mikroorganismen in den Verdampfer gelangen können.
Bewusstsein der Autofahrer schärfen
Ein warmer Winter löst bei Allergikern schon jetzt Niesattacken und tränende Augen aus. Die ersten Pollen fliegen immer früher. Auch nimmt die Zahl der Allergiker kontinuierlich zu. Schätzungen des Deutschen Allergie- und Asthmabundes zufolge sind mittlerweile rund 16 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung betroffen. Allergiker sind durch geschwollene Augen und Konzentrationsmängel deutlich stärker gefährdet, in Verkehrsunfälle verwickelt zu werden. "Bei einer Niesattacke bei Tempo 80 legen Autofahrer etwa 25 Meter im Blindflug zurück", sagt die ADAC-Verkehrsmedizinerin Almut Schönermarck. Innenraumfilter verhindern, dass Pollen über die Lüftungsanlagen in den Fahrgastraum gelangen - bis zu 99 Prozent der einströmenden Luft wird gesäubert. Daher bietet der Innenraumfilter für Allergiker ganzjährigen wirksamen Schutz und frische Luft im Fahrzeug. Eine wichtige Voraussetzung dabei ist ein regelmäßiger Filterwechsel. "Den Werkstätten und den Autofahrern muss verstärkt kommuniziert werden, welche gesundheitlichen Vorteile der regelmäßige Austausch von Innenraumfiltern gerade für die Betroffenen hat", fordert deshalb Alfred Fuhr vom Institut für Verkehrssoziologie des AvD. "Jeder vierte Unfall entsteht durch die Auswirkungen von Allergien", sagt Alfred Fuhr. Umfangreichere Aufklärungsarbeit sei daher absolut notwendig. "Umfragen haben ergeben, dass sich nur sehr wenige Fahrer über die Vorzüge der Filter bewusst sind, das gilt auch für Allergiker', so Fuhr weiter. "Eine allergische Reaktion ist ein massiver Angriff auf das gesamte Gesundheitssystem des Autofahrers.' Er rät daher dringend zu einem regelmäßigen Filterwechsel, sonst könnten sich nicht nur Pollen, Ruß- und Feinstaubpartikel im Filter sammeln, sondern auch Schimmelpilze entstehen, die eine zusätzliche Gesundheitsgefährdung darstellten. Für die Langlebigkeit und Funktionstüchtigkeit spiele die Filter-Qualität dabei eine wesentliche Rolle.
Auf regelmäßigen Wechsel hinweisen
In Europa wird mittlerweile ein Großteil aller neu ausgelieferten Fahrzeuge mit Innenraumluftfiltern ausgestattet. Allein in Deutschland sind das über 10.000 neu zugelassene Autos pro Tag – Tendenz klar steigend. Das bedeutet für die Werkstatt: Ausblick auf attraktive Mehrumsätze durch den damit steigenden Ersatzbedarf. Bei Innenraumfilter empfiehlt man zusätzlich zu den vorgegebenen Wechselintervallen, die bei Neufahrzeugen derzeit zwischen 20.000 und 30.000 Km liegen, den Innenraumfilter alle 15.000 KM oder 1x pro Jahr zu wechseln. Über das Jahr gerechnet kostet ein neuer Innenraumfilter nur rund 3 bis 5 Cent/Tag (abhängig vom Filtertyp) und ist damit ein sehr günstiger Beitrag zur Gesundheitserhaltung der Fahrzeuginsassen.
Eine Möglichkeit der Kundenbindung für Werkstätten besteht beispielsweise in der Kombination aus jährlichem Öl-und Filterwechsel. Insbesondere Allergiker können so schnell von den Vorteilen überzeugt werden. Denn die sind offensichtlich: So kann der Anteil der Pollen im Auto nahezu völlig reduziert werden, freies Atmen und klare Augen sorgen für ein sicheres und entspanntes Fahren. Wird hingegen kein Filter verwendet, kann die Konzentration von Pollen, aber auch von Ozon und Schadstoffen im Fahrzeug bis zu sechsmal höher sein als in der Außenluft. Dafür verantwortlich ist der"Tunnel-Effekt'. Die Abgase aus der Luft und von den vorausfahrenden Fahrzeugen werden in konzentrierter Form regelrecht in den Innenraum gesaugt. Deshalb ist die volle Leistungsfähigkeit der Innenraumfilter über einen längeren Zeitraum ein entscheidender Aspekt. Das ist insbesondere für Allergiker wichtig. Denn bei einem durch Konzentrationsmängel ausgelösten Unfall kann sogar der Versicherungsschutz gefährdet sein. Ein zusätzlicher Nutzen von Autoinnenraumfiltem ist der Funktionserhalt der Heizung und der Klimaanlage - das minimiert die Wartungsarbeiten und zahlt sich damit zusätzlich aus.
Während ein Ölfilterwechsel zu den routinemäßigen Fahrzeugchecks gehört, ist den meisten Leuten nicht bewusst, dass ein funktionstüchtiger Innenraumfilter die Luftqualität deutlich verbessert und die Gesundheit der Insassen schont "Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten", erklärt Andreas Wallrafen vom DAAB. Seine Wirkung entfalten kann ein Innenraumfilter nur dann, wenn dieser voll funktionstüchtig ist und regelmäßig gewechselt wird. Bis zu 150 Liter einströmende Luft muss er pro Sekunde filtern. Leicht vorstelbar, dass das Filtermedium nach einer gewissen Zeit verschmutzt ist. Die sich darin ablagernden Partikel behindern die Luftzufuhr und die Filterfunktion, so dass nur noch ungereinigte Luft ins Fahrzeug strömt.
Kundendienst-Tipp – Jetzt mit der Aufklärung beginnen
Wenn der Frühling beginnt, empfiehlt sich ein Klima- und Filtercheck. Denn es ist wichtig, dass im Auto ein gut funktionierender Filter eingebaut ist. Bevor er durch Verschmutzung an Filtrationsleistung einbüßt, sollte er rechtzeitig gewechselt werden. Spätestens im Frühjahr, wenn die Temperaturen wieder ansteigen, werden die Klimaanlagen in den Fahrzeugen aktiv. Leider können von Klimaanlagen aus unerwünschte Mikroorganismen in die Räume gelangen. Die Verdampferoberflächen bieten für lebende Bakterien nahezu perfekte Lebensbedingungen. Ein feuchtwarmes Klima ist für die Vermehrung derartiger Kleinstlebewesen optimal. Aber auch tote Bakterien oder Schimmelpilze, sowie deren Stoffwechsel- und Abbauprodukte bergen Gefahren für die Gesundheit. In vielen Fällen werden durch den Luftstrom krankheitserregenden Stoffe losgerissen und in den Innenraum transportiert. Dies kann zu gesundheitlichen Einschränkungen durch das Einatmen dieser Substanzen führen, die zb. nachweislich Beschwerden wie Schleimhautreizungen, Ermüdung, Kopfschmerzen bis hin zu Infektionen wie Bronchitis, Allergien oder sonstigen Atemwegserkrankungen auslösen können. Klimaanlagen ohne Befeuchter können die Luft extrem austrocknen und die Schleimhäute auch ohne Keime stark belasten.
Schutz vor Ozon und Feinstaub
Besonders im Sommer gibt es doppelten Grund, die Funktionsfähigkeit des Filters zu prüfen und diesen gegebenenfalls zu wechseln: Zum einen die Urlaubszeit, in der viele Reisende unterwegs sind, lange Strecken zurücklegen und nicht zuletzt durch Staus häufig den ganzen Tag im Auto verbringen. Zum anderen die erhöhte Ozonkonzentration. Ein Aktivkohlefilter (Kombifilter) hält nicht nur Abgase, Staub und Pollen außen vor, sondern wandelt auch das schädliche Ozon in Sauerstoff um und hilft somit, Kopfschmerzen, Atembeschwerden und Müdigkeit vorzubeugen. Zudem schützen die Filter auch vor Feinstaub und Dieselruß.
Schutz vor Tunneleffekt
Hinzu kommt der wirksame Schutz vor dem so genannten Tunneleffekt. So kann die Schadstoffkonzentration im Fahrzeuginneren bis zu sechsmal höher sein als außerhalb. Dies ist auf den Luftsog und die Abgase zurückzuführen, die das Fahrzeug des Vordermannes im Straßenverkehr produziert. Ein weiteres Argument also für einen gut funktionierenden Innenraumfilter beziehungsweise für einen Kombifilter.
Zusatzgeschäft für Werkstätten
„Die Menschen werden zunehmend für Umwelt- und Gesundheitsbelange im Straßenverkehr sensibilisiert, wie etwa die Diskussionen um Feinstaub und Umweltzonen in Innenstädten zeigen“, erklärt Schäfer. „Insofern haben freie Werkstätten eine gute Gelegenheit, ihre Kunden mit dem Hinweis auf den Filterwechsel kompetent zu beraten und damit die Nachfrage nach einem entsprechenden Service zu steigern.“ Innenraumfilter sind für die Werkstätten ein wichtiger Bestandteil des Klimaservice. Der Aufwand für den Filterwechsel ist relativ gering. Man benötigt in der Kfz.-Werkstatt dafür oft weniger als zehn Minuten. Bei der Produktauswahl können sich die Werkstätten an zwei Kriterien orientieren: So sollten die Filter die VDI-Richtlinie 6032 erfüllen und nach DIN-Norm 71460 getestet sein. Diese hohen Qualitätsanforderungen erfüllen vor allem Filter in Erstausstatterqualität, die für den jeweiligen Fahrzeugtyp gezielt entwickelt wurden und auch bei extremen Belastungen Schadstoffe zuverlässig abhalten.
Gesucht und gefunden: Tipps für den schnellen Filterwechsel:
Zunächst einmal steht vielfach die Frage im Raum: Wo steckt der Filter? Auskunft über den genauen Einbauort findet man auf der CD-ROM „Produktprogramm Filter" im Online-Filter-Katalog unter www.mahle-aftermarket.com und auch auf der Innenseite der neuen Verpackungen der MAHLE Filter und Knecht Innenraumluftfilter. Dort hat man die Einbauhinweise übersichtlich und verliersicher die Montageanleitung aufgedruckt, die der Werkstatt helfen soll, Zeit und Kosten einzusparen. Für den leichteren Zugang ist in die Filterverpackung ein Aufreißmechanismus integriert. Einer der häufigsten Montagefehler ist laut MAHLE der seitenverkehrte Filtereinbau. Die korrekte Einbaurichtung ist in der fahrzeugspezifischen Anleitung exakt beschrieben. Zudem ist die Durchflussrichtung des Filters auf der Seitenleiste mit kleinen Pfeilen markiert. Außerdem rät man, auf die richtige Positionierung von Aussparungen und Fixiernasen zu achten. Frei nach dem Motto, „Passt, sitzt und hat keine Luft, ist es bei der Montage wichtig, dass der Filter exakt an der vorgesehenen Position eingesetzt wird. Ansonsten droht ein Bypasses zu entstehen, mit anderen Worten eine Öffnung, durch die ungefilterte Luft in den Innenraum gelangt. Ein durch unsachgemäße Montage entstehender Bypass hat einen ähnlichen Effekt für die Luftqualität im Fahrzeuginnenraum wie ein permanent offenes Seitenfenster. Ein anderer häufiger Montagefehler ist der seitenverkehrte Filtereinbau. Deshalb sollte auf die richtige Positionierung von Aussparungen und Fixiernasen geachtet werden. Jürgen Rinn
17.02.2010
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