08.03.2010

Frischer Wind im Dieselpartikelfilter-Markt

Die Zahl der Umweltzonen steigt. Mit maßgeschneiderten Nachrüstsystemen nimmt der Heilbronner Aufbereitungs- und Logistikspezialist MPO Mosolf Powertrain GmbH den Dieselpartikelfiltermarkt ins Visier.

Die Zahl der Umweltzonen nimmt stetig zu. Nach Berlin und Hannover, die zum 1. Januar 2010 ihre Umweltzonen „scharf geschaltet“ haben und Fahrzeugen ohne grüne Plakette die Einfahrt verwehren, werden im Lauf des Jahres noch weitere folgen. Aber auch die Innenstädte von Bremen, Münster, Frankfurt/Main und Köln sind für Fahrzeuge mit roter Plakette zum Sperrgebiet geworden.

Markt mit Potenzial für freie Werkstätten

„Allerdings gibt es noch längst nicht für alle Nutzfahrzeugmodelle ein passendes Dieselpartikelfiltersystem. Die Behörden stellen daher viele Ausnahmegenehmigungen aus“, bemängelt Günter Wolf, Geschäftsführer der MPO Mosolf Powertrain GmbH in Heilbronn, der damit den Nutzen für die Umwelt nur halbherzig erfüllt sieht.

Um diesem Debakel abzuhelfen, hat sich die MPO laut Wolf entschlossen, mit dem Vertrieb von Partikelfiltern und dem Aufbau eines Netzes von qualifizierten und von MPO geschulten Einbauwerkstätten ein neues Geschäftsfeld im After-Sales-Bereich zu erschließen. Im Fokus stehen dabei Transporter, leichte und mittelschwere Nutzfahrzeuge von 3,5 bis 12 Tonnen sowie Off-Road-Anwendungen.

Dass es Wolf mit dem Einstieg in den Aftermarkt ernst ist, zeigt die Tatsache, dass es in Berlin und Hannover bereits erste Partnerwerkstätten gibt. Zudem hat Wolf mit Wolfgang Rube einen Verantwortlichen speziell für das Aftermarktgeschäft an Bord geholt. Bis Ende 2010 soll Rube zusammen mit der MPO-Vertriebsmannschaft noch mehr als 100 Partner akquirieren, wobei sowohl freie Werkstätten als auch Flottenwerkstätten in Frage kommen. „In der Endausbaustufe soll das Partnernetz bundesweit rund 150 Betriebe umfassen“, erklärt Rube.

Wolf und Rube (siehe Bild rechts)sehen in der Dieselpartikelfilternachrüstung einen Markt mit großem Potenzial. „In Deutschland werden rund 25 Prozent der leichten und 30 Prozent der schweren Nutzfahrzeuge von den Einfahrverboten betroffen sein“, schätzen die beiden Branchenexperten.

Mehr-Lieferanten-Strategie

Um einen möglichst breiten Fahrzeugbereich abdecken zu können, vertraut MPO auf eine „Mehr-Lieferanten-Strategie“ und vertreibt Partikelfiltersysteme von verschiedenen Anbietern. Neben dem deutschen Hersteller Puritech, der nach eigenem Bekunden auf über 15 Jahre Erfahrung mit Dieselpartikelfiltern zurückblicken kann und auch in die Erstausrüstung liefert beziehungsweise als OES-Lieferant für Nachrüstsysteme gelistet ist, hat MPO auch den Vertrieb des dänischen Filterspezialisten H. Daugbjerg A/S übernommen. Daugbjerg stellt, wie Puritech, sogenannte Wandstromfilter für die verschiedensten Anwendungen her. Das Besondere bei dem in Deutschland bislang noch kaum bekannten Partikelfilterspezialisten sind laut MPO-Geschäftsführer Wolf die für das jeweilige Fahrzeug maßgeschneiderten Einbausysteme, die sich schnell und passgenau implementieren lassen.

Offenen und geschlossene Filtersysteme

MPO führt nach eigenem Bekunden ausschließlich geschlossene Filtersysteme im Programm. Diese Systeme arbeiten je nach Einsatzbedingungen der Fahrzeuge entweder aktiv oder passiv und mit einem Abscheidegrad von >99 Prozent. Nutzfahrzeuge der Euroklassen 1, 2 oder 3 erhalten nach Umrüstung eine Einstufung nach „PMK 2“ und erfüllen die Euroklasse 4 (grüne Feinstaub-Plakette). „Mit den von uns angebotenen Partiklefiltersystemen lassen sich teilweise sogar die gefährlichen NOx reduziert werden“, erklärt Wolf.

Kommentare

11.03.2010
19:11 Uhr

Potthoff

Hallo

Wir Benötigen DPF

Für Man-TGL Fin:wman14zzx6y168124

Bj:05.2006.

Haben sie für diese Typ DPF im programm

ich bitte um info.

 

MFH

Yaldiz

 

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