News 29.05.2015

Elektrotaxi: Der Anfang ist gemacht

Das Elektrotaxi-Projekt "GuEST", das noch bis Ende 2015 die Nutzung von Elektrotaxis in Stuttgart untersucht, legt erste Ergebnisse vor. An dem Gemeinschaftsprojekt sind führende Forschungseinrichtungen der Universität Stuttgart, die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart sowie Bosch und Dekra beteiligt.

 - An dem Gemeinschaftsprojekt sind führende Forschungseinrichtungen der Universität Stuttgart, die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart sowie Bosch und Dekra beteiligt.
An dem Gemeinschaftsprojekt sind führende Forschungseinrichtungen der Universität Stuttgart, die Taxi-Auto-Zentrale Stuttgart sowie Bosch und Dekra beteiligt.
DEKRA

Ausgereifte Elektrofahrzeuge und ein Netz von Ladestationen gibt es schon in vielen Gemeinden. Was noch fehlt, sind Erfahrungen, wie sich Elektroautos im Alltag bewähren. Erste Ergebnisse liefert das Projekt "GuEST", das noch bis Ende 2015 die Nutzung von Elektrotaxis in Stuttgart untersucht. Die Akteure schickten im September 2014 fünf E-Taxis in den Stuttgarter Stadtverkehr, die bis Februar 2015 bei gut 5.000 Kundenfahrten fast 50.000 Kilometer inklusive Betriebsfahrten zurücklegten.

Die beteiligten Taxiunternehmen zogen eine im Großen und Ganzen erfreuliche Zwischenbilanz. „Mit dem Elektroauto fährt man entspannter und ruhiger als mit einem Verbrennungsmotor, man segelt mit dem Verkehr mit und genießt das hohe Drehmoment", berichtet der Taxiunternehmer Günter Mannschreck. Auch die Kunden äußerten sich über 90 Prozent sehr zufrieden mit ihrer Fahrt. 42 Prozent würden bei Bedarf wieder gezielt ein E-Taxi rufen.

Allerdings zeigen sich auch die Grenzen der aktuellen Technik. Für die Taxi-Unternehmer sind die Ladezeiten von derzeit 5 bis 6 Stunden und Reichweiten von 110 bis 120 Kilometer im Betriebsalltag noch problematisch. "Ein echter Mehrschichtbetrieb, wie er mit Dieselfahrzeugen üblich ist, lässt sich mit der jetzigen E-Taxi-Flotte noch nicht umsetzen", so Mannschreck. Allerdings entwickelt sich die Technologie schnell. Die Projektbeteiligten rechnen damit, dass ein starker Preisrutsch bei Batterien im nächsten Jahrzehnt zu Reichweiten von mehreren hundert Kilometern führen wird.

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