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24.11.2009

Airbag gegen vereiste Planendächer bei Trucks und Trailern

Unkontrollierbare Eis- und Schneeansammlungen auf Planendächern sind gefährlich und können Unfälle verursachen. Abhilfe soll das nachrüstbare Luftschlauch-System „Roof Safety Airbag“ schaffen. Die Nachrüstung wird zudem innerhalb des De-minimis-Programms staatlich gefördert.

Eis- und Schneeansammlungen, die sich während der Stillstandzeiten unbemerkt auf den Planendächern von Trucks und Trailern bilden, können fatale Risiken bergen: Stürzen die Eis- und Schneeschollen unkontrolliert harab, kann dies Unfälle verursachen. Per Gesetz ist der Lenker für den Zustand seines Fahrzeugs verantwortlich und muss sich im Rahmen einer Abfahrtskontrolle um das Enteisen des Planendaches kümmern. Damit das Entfernen der Eis- und Schneemassen nicht zur halsbrecherischen Aktion ausartet, bietet die in Lichtenau-Henglam ansässige K & M GmbH mit dem Roof Safety Airbag (RSAB) eine vom TÜV Nord geprüfte Lösung für den nachträglichen Einbau an. Beim RSAB handelt es sich um einen aufblasbaren Luftsack, der auf dem mittleren Dachspriegel unterhalb der Plane montiert und bei Bedarf aufgeblasen wird. Der Luftschlauch formt dann aus der flachen Dachplane ein Satteldach, indem er die Plane in der Mitte um etwa 175 mm anhebt. Damit verhindert der RSAB zum einen, dass sich während der Standzeiten Wasserflächen und Schneeansammlungen bilden können. Zum anderen lassen sich mit dem Aufblasen bereits vorhandene Schnee-, Eis- und Wassersammlungen noch vor der Abfahrt gefahrlos entfernen. Die Luft zum Aufblasen des Airbags kommt aus dem Druckluftsystem des Fahrzeugs. Der Druck im Schlauch beträgt im aufgeblasenen Zustand nur 0,05 bar. Sobald die Bordspannung (24 V) anliegt, misst das RSAB-System permanent den Fülldruck und regelt bei Druckveränderungen automatisch nach. Tritt der Fahrer auf die Bremse, entlüftet der Schlauch automatisch. Das soll sicherstellen laut Anbieter sicherstellen, dass das Fahrzeug beim Fahrtantritt oder der Weiterfahrt die höchstzulässige Höhe von vier Meter nicht überschreitet. Laut K & M ist das System auch in abgekuppeltem Zustand des Trailers betriebsfähig und hält die Luft im Schlauch über mehrere Tage. Zudem funktioniere der RSAB auch bei Schiebe- und Hubdächern von Planenaufliegern. Luftsack-Anbieter K & M liefert den RSAB als vormontierte Baugruppe, die Installation erfordert laut Unternehmensangaben zufolge lediglich drei Arbeitsschritte: Montage des Luftschlauches unter dem Planendach, Anschluss der Versorgungsleitung an das fahrzeugseitige Luftsystem sowie den Einbau des Steuergerätes. Der RSAB wird mit Hilfe von Kabelbindern und Schlaufen an der Plane und am Striegel befestigt. Zudem weist die K & M GmbH darauf hin, dass die Nachrüstung eines RSAB innerhalb des De-minimis-Programms der Bundesregierung als „fahrzeugbezogene Maßnahme“ gefördert wird. Weitere Infos: www.rsab.de

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1 Kommentar zu "Airbag gegen vereiste Planendächer bei Trucks und Trailern "

  1. Mario - 17.11.2009, 16:00 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo AMZ Team, sehr guter Bericht und ein wichtiges Thema, den vor ein paar Wochen sind schon wieder einige Eisplatten auf der Autobahn durch die Gegend geflogen!! Im letzten Jahr gab es im Raum München sogar einen schweren Unfall mit einem Toten und vielen Schwerverletzten. Das oben beschriebene Produkt hört sich super an und es ist zu hoffen, das sich viele Unternehmen für den RSAB entscheiden. Das es gefördert wird ist sinnvoll und sollte eigentlich sogar Pflicht sein. Gruß Mario